Wassertropfen fotografieren

Ich habe schon mehrmals Wassertropfen fotografiert und möchte hier ein paar Erfahrungen mit euch teilen. Zuerst mal ein sehr gutes Video, dass mich vor gut einem Jahr dazu gebracht hat, mit Wasser zu experimentieren.

Das Video beschreibt sehr schön, wie man schnell zu guten Ergebnissen gelangen kann, aber ich denke, an einigen Stellen sind ein paar zusätzliche Tipps/Erklärungen hilfreich.

Hier habe ich mich einfach an das Videotutorial gehalten und ein Stück orangefarbene Pappe als Reflektor benutzt

Objektivwahl

Ich habe die meisten dieser Bilder mit einem Tamron 18-200mm gemacht, weil es zu dieser Zeit das Objektiv mit der kürzesten Naheinstellgrenze war. Mittlerweile benutze ich dafür ein Tokina 100mm Makroobjektiv, das nebenbei bemerkt großartig ist. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass man die Kamera nicht zu nah am Wasser positioniert, weil Wasser eben spritzt. Daher benötigt man eine Brennweite im Telebereich und die Optik sollte eine relativ kurze Naheinstellgrenze haben, damit man den Tropfen fokussieren kann.

Tropfen erzeugen

Die Methode mit dem Loch im Beutel aus dem Video funktioniert zwar ganz gut, ist aber sehr wenig flexibel. Ich habe mir für diesen Zweck von einer befreundeten Krankenpflegerin so einen Sondenbeutel mitbringen lassen, mit dem Leute Nahrung in ihre Magensonden bekommen. Dieses Teil hat den Vorteil, dass man zum einen den Durchfluss regeln kann und auch die Tropfengröße variieren kann. Bilder von diesem Teil reiche ich noch nach, damit ihr wisst, wovon ich rede.

Trübes Wasser

Ich habe meist das Problem, dass ich kein geeignetes Gefäß dafür habe und man eine Struktur am Boden sieht. Da ist eine einfache Methode, einfach das Wasser trübe zu machen. Dazu mische ich das Wass einfach mit Milch und schon sieht man den Bode nicht mehr.

Alternatives Setup

Ich habe gestern einen neuen Versuch gestartet und das ganze nochmal mit meiner Softbox getestet und finde auch auch das Licht wirkt recht schön. Dazu habe ich die Softbox links von dem Wassergefäß aufgebaut und rechts ein Stück Styropor als Reflektor aufgestellt. Die Farbe ist in dem Fall im Photoshop entstanden, aber wäre auch mit farbiger Folie vor dem Blitz möglich gewesen.

Studioblitze vs Aufsteckblitze

Ich habe das ganze auch mal mit einem recht ähnlichem Aufbau mal mit Studioblitzen probiert und war davon nicht so begeistert. Die Regenerationszeit der Blitze ist einfach recht hoch, so dass man ein sehr gutes Zeitgefühl für das Auftreffen des Tropfens braucht, weil man keine Reihenaufnahmen machen kann. Mit Aufsteckblitzen sind bei reduzierter Leistung sehr schön Reihenaufnahmen möglich, was ich als wirklichen Vorteil empfinde. Außerdem hat man hier die Möglichkeit mit einem TTL-Kabel auch die Highspeed-Synchronisation auszunutzen, womit man die Belichtungszeit noch deutlich kürzer einstellen kann. Das habe ich allerdings in Ermangelung eines solchen Kabels nie ausprobiert.

Zum Abschluss bleibt mir dann nicht viel mehr, als euch viel Spaß beim ausprobieren zu wünschen! ;)

  1. Noch keine Kommentare vorhanden.

  1. Noch keine TrackBacks.