Tiere im Studio
Man sollte meinen, dass kein Unterschied darin besteht, ob man Menschen oder Tiere im Studio fotografiert. Das ist auch grundsätzlich nicht ganz verkehrt, allerdings nur, was die Technik, also Kamera und Licht angeht. Der Umgang mit dem Modell ist ja nun auch nicht ganz unwichtig, und Tiere verstehen einfach nicht, warum sie sich denn jetzt auf diese Pappe setzen sollen. Deshalb möchte ich erstmal ein paar Tipps zum Umgang mit Tieren bei Shootings geben und danach noch ein einfaches Lichtsetup vorstellen, das bei Tieren gut funktioniert.
Tiere haben einen großen Bewegungsdrang
Ich habe in letzter Zeit vermehrt Hunde fotografiert und die neigen dazu, überall mal gucken zu wollen. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie sich in einer für sie fremden Umgebung aufhalten. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, das Shooting an einem Ort durchzuführen, den das Tier kennt. Sollte dies nicht möglich sein, dann braucht das Tier etwas Zeit, um sich alles anzugucken. Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn das Tier vorher nochmal ausgiebig toben durfte, müde Tiere bleiben länger an einem Ort liegen.
Tiere sind verfressen
Zumindest die meisten Tiere machen fast alles für Futter. Das ist manchmal etwas anstrengend im Alltag, für ein Fotoshooting allerdings mehr als nützlich. Ein Leckerli unter die Kamera gehalten, schon guckt das Tier in die Kamera.
Vorsicht mit Blitzlicht
Viele Tiere haben empfindliche Augen und können durch Blitzlicht verletzt werden. Informiert euch da vorher, Nagetiere sind beispielsweise recht empfindlich, insbesondere Albinos. Die Gesundheit des Tieres geht immer vor!
Einfache Lichtsetups
Das Lichtsetup sollte nicht zu kompliziert werden, weil die Tiere sich immer ein wenig bewegen. Von daher sollte das Setup dem Tier einen gewissen Bewegungsradius einräumen, damit man möglichst stressfrei fotografieren kann. Hier folgen zwei Beispiele.
Eine Softbox von der Seite + ein Reflektor
Eine Softbox vorne links
Bei den Ergebnissen vor weißem Hintergrund ist der Hintergrund im Nachhinein bearbeitet worden, weil in dem Raum nicht genug Platz war, um den Hintergrund auszuleuchten. Nur um vorzubeugen, dass ihr meckert, dass das Setup gelogen sei
Zum Schluss noch ein schönes Video, in dem Alexander Heinrichs Tipps zur Tierfotografie gibt und ein paar sehr schöne Ergebnisse erzählt.
Tiere im Studio from Alexander Heinrichs on Vimeo.



























