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Kein Doppelkinn mehr bei Portraits

In diesem Video erklärt Peter Hurley, wie man den Ausdruck in einem Portrait mit einigen wenigen Anweisungen sehr stark verändern kann. Einer sehr ausführliche Anleitung zu Vermeidung von Doppelkinnen bei Portrait, die ich sehr sehenswert finde.

It’s all about the Jaw from Peter Hurley on Vimeo.

Charakterportrait mit dem Hochpassfilter

Nachdem ich jetzt schon mehrfach versprochen hatte, zu erklären wie mein Selbstportrait bearbeitet wurde, möchte ich das jetzt auch endlich mal tun. Zu diesem Zweck habe ich ein Video gemacht, das zeigt, wie ich das Bild in Photoshop bearbeite. Das Original ist natürlich etwas feinfühliger maskiert und so, aber an der grundlegenden Bearbeitung ändert das ja nichts.

Sorry für den schlechten Ton, das ist nur das interne Mikro des Laptops. Aber in absehbarer Zeit werde ich kein anderes haben und wollte das Video langsam endlich mal machen ;)

Hier noch eine kurze Liste der Bearbeitungsschritte, ich finde es manchmal etwas anstrengend, Videotutorials nachzumachen.

  1. Hintergrundebene mit STRG+J kopieren
  2. Anlegen einer Schwarz-Weiß Einstellungsebene, dabei die Rottöne auf -40
  3. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 30 anweden
  4. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haut und Haare/Bart anwenden
  5. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 70 anweden
  6. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haare/Bart anwenden
  7. Mit gedrückter ALT-Taste auf “Neue Ebene” klicken und Ebene mit neutraler Farbe füllen.
  8. Auf dieser Ebene mit geringer Deckkraft (10-15%) Bereiche aufhellen/abdunkeln
  9. Einstellungsebene Farbbalance anlegen, Rot +30 und Geld -30
  10. Zum Schluss noch einmal STRG+ALT+SHIFT+E, Filter “Unscharf maskieren” mit Stärke 150% und Radius 0,3 Pixel

Über alle Anmerkungen würde ich mich sehr freuen, das ist für mich etwas neues und ich müsste mich damit erstmal etwas mehr beschäftigen, um eine bessere Qualität hinzubekommen. Woher die schlechte Videoqualität kommt, kann ich zum Beispiel tatsächlich gerade nicht erklären.

Lederjacken-Portrait

Heute geht´s mal wieder um die Entstehung eines Bildes, das ich recht gelungen finde. Eine gute Freundin hat sich als Model geopfert und ich wollte schon länger mal ein Portrait ganz grob im Stil von Dave Hill ausprobieren. Hier nun erstmal das Ergegbnis:

Hierbei kamen drei Aufsteckblitze zum Einsatz (ein Canon 430EXII, ein Yongnuo YN460 und einrecht betagter Vivitar …) Hier erstmal ein hoffentlich übersichtliches Diagramm, wie die Blitze aufgebaut waren:

Ich habe einen Schirm und eine Softbox benutzt, weil ich von keinem der beiden zwei besitze, aber das Licht ist ähnlich weich, so dass das eigentlich kein Problem ist. Der Blitz hinter dem Model ist deutlich schwächer eingestellt als die beiden frontalen Blitze und dient nur dazu, etwas Licht auf die Haare und die Schulter zu bringen.

Zu guter Letzt noch vielen Dank an den Paddy von neunzehn72.de der eine wunderbare Anleitung zur Nachbearbeitung eines solchen Bildes veröffentlicht hat, die ich hier auch mal als Video einbette:



Selbstportrait

Ich habe mir in letzter Zeit recht viel Kram für ein Heimstudio gekauft und wollte das natürlich ausprobieren. Jetzt hat man so selten Models da und deshalb musste ich wohl oder übel selbst herhalten. Gerade habe ich mal eins davon nachbearbeitet und möchte euch kurz zeigen, wie ich dabei vorgegangen bin. Zuerst das Originalbild:

Dazu stand die Kamera frontal vor mir auf einem Stativ und ich habe sie mit dem Selbstauslöser ausgelöst. Ich habe auf einem Stuhl gesessen, um einen festen Ort zu haben auf den ich vorher den Fokus manuell einstellen konnte. Leicht links von der Kamera stand ein Blitz mit Softbox und ich hatte einen weißen Reflektor auf den Knien liegen.

Nach etwas Arbeit in Photoshop sieht das Ergebnis davon wie folgt aus. Vielleicht mache ich demnächst mal ein Videotutorial dazu. Bei Interesse einfach in den Kommentaren melden…

EDIT: Das Video ist online.

Fotografieren von Kindergruppen

Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter davon, Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Martin Gommel von kwerfeldein.de hat da vor längerem mal viel wahres drüber geschrieben, aber ich stand neulich vor einer Situation, in der ich keine Chance sah, Kinder wirklich natürlich abzulichten. Meine Schwester ist Inhaberin einer Kinderbetreuung und fragte mich, ob ich nicht Bilder von den Kindern machen könnte, die die Eltern dann an die Verwandten verschenken können. 16 Kinder fotografiert man nicht mal eben in natürlicher Umgebung und man kriegt auch nicht die Eltern zusammen, weil die Kinder meist in der Betreuung sind, weil die Eltern zu der Zeit arbeiten müssen. Daher habe ich versucht, mit einem Studiosetup so wenig Kitsch wie möglich zu produzieren, auch wenn ich mir etwas Lightpainting nicht verkneifen konnte ;)

Das größte Problem, das ich in dem zum Studio umgebauten Spielzimmer hatte, war die Tatsache, dass die meisten Kinder mich nicht kannten. Gemischt mit der ungewohnten, bzw. veränderten Umgebung führte das dazu, dass sie relativ eingeschüchtert waren. Es hat dann aber recht gut geholfen, sie mit ihren gewohnten Spielsachen zu beschäftigen, besonders gut funktioniert haben im nachhinein die Seifenblasen. Kinder finden sie toll und sie haben den schönen Nebeneffekt, dass sie auf Fotos auch noch schön aussehen. Ansonsten gibts es eigentlich nur eine wichtige Sache zu beachten, ihr müsst euch konsequent zum Affen machen! Ich war nach 4 Stunden fotografieren vom ständigen Kinder bespaßen völlig fertig, aber dafür hatte ich das gute Gefühl, das jedes Kind zumindest kurzzeitig mal gelächelt hat…

Außerdem ist es eine große Hilfe, wenn eine Person dabei ist, die die Kinder kennen, was hier meine Schwester, also die Erzieherin war. Hier nochmal “Danke Tina”, ohne dich wären die Ergebnisse weniger schön geworden.

Ausgefallene Portraits mit Licht

Gestern abend habe ich mit einer Freundin ein paar Portraits gemacht und ich hatte ein paar große Knicklichter rumliegen. Da bin ich auf die Idee gekommen, dass man die auch mal etwas in Portraitfotos einbinden kann.

Da eine komplette Einführung in Lightpainting jetzt zu weit führen würde, will ich hier für den Moment nur mal die Idee dahinter skizzieren und ein anderes mal ausführlich Anregungen zum Lightpainting geben. Dabei wählt man eine lange Belichtungszeit und malt während der Belichtung mit Lichtquellen in das Bild.

Im Zimmer war es bei den Aufnahmen komplett dunkel, so dass kein Umgebungslicht Teil des Bildes wurde. Bei den beiden Portraits habe ich Belichtungszeiten von 8 bzw. 13 Sekunden gewählt, diese Zeit war bei Blende 5.6 und ISO100 ausreichend, um die farbigen Linien in das Bild zu kriegen, Jenni war noch fast komplett dunkel. Deshalb kam zu dem Setup noch ein entfesselter Blitz mit selbstgebastelter “Softbox” (Anleitung dazu folgt auch noch) dazu, um Jenni auszuleuchten.

Im Anschluss noch ein paar Bilder zum Setup, also man braucht dafür nun wirklich kein Professionelles Umfeld ;)