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Thought before Action

Seit einigen Jahren gibt es eine Kampagne für “Wahre Schönheit”, die viele sicherlich aus Fernseh- und Plakatwerbung kennen. Ich fand das schon immer eine gute Idee, weil viele Bilder, die man so in den Hochglanzmagazinen sieht, doch sehr übertrieben retuschiert sind. Jetzt hat Dove eine lustige Aktion gestartet und hat eine Photoshop Aktion in gängigen Portalen hochgeladen, die vorgibt, die Haut mit einem Glanz zu versehen. Wird diese Aktion aber ausgeführt setzt sie das Bild auf den Ausgangszustand zurück und fordert dazu auf, doch noch einmal über die Änderungen nachzudenken. ;)


via crackajack

Dan Winters Portrait von Tom Hanks nachgebaut

Es gibt ein richtig gutes Portrait, das Dan Winters von Tom Hanks gemacht hat. Leider darf ich dieses urheberrechtlich geschützte Werk nach deutschem Recht nicht zeigen, weshalb ich auf eine andere Quelle verlinke, wo das Bild zu sehen ist! Jetzt hat Aaron Nace ein sehr interessantes Video gemacht, in der er das Licht analysiert, nachstellt und den Bildlook in Photoshop nachbaut. Ich finde immer, dass es eine tolle Übung ist, Fotos nachzustellen, die einem sehr gut gefallen. Das daraus gelernte kann man dann in zukünftigen Shootings sehr gut einsetzen!

380 Dan Winters from Phlearn on Vimeo.

DIY: “Dia-Scanner”

Wenn man Negative digitalisieren will, ist der erste Gedanke die Anschaffung eines Diascanners. Dort gibt es viele Möglichkeiten, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht benutzen will oder kann.

  • Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz
    Gute Qualität, aber nicht ganz billig und vor allem habe ich hier keinen Platz dafür. Außerdem dauert der Scan ziemlich lange
  • Günstige Diascanner
    Bestehen aus einer kleinen Kamera, die von oben die durchleuchteten Negative abfotografiert. Das geht schön schnell, aber dank der winzigen Kamera produzieren diese Scanner recht schlechte Qualität
  • Professionelle Diascanner
    Beste Bildqualität, allerdings auch >2 Minuten pro Bild und vor allem preislich für mich völlig uninteressant (Für alle aus Göttingen: Im LRC der SUB (Staats- und Universitätsbibliothek kann man einen Nikon Coolscan 9000 benutzen).

Am liebsten hätte ich also einen dieser günstigen Diascanner mit Kamera, weil es schnell geht. Nur eben mit guter Qualität. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Benötigtes Equipment

Meine Lösung basiert darauf, dass ein Blitz die Negative von hinten ausleuchtet, ihr benötigt also einen Aufsteckblitz und um der Einfachheit Willen noch einen Funkauslöser. Außerdem braucht ihr noch eine digitale Kamera, einen Karton (z.B. ein Schuhkarton), ein Blatt weißes Papier, ein Stück Pappe und wie so oft ein wenig Tape. Weil ich gerne einen professionellen Diascanner haben wollte, habe ich den Karton eines Diascanners benutzt ;)

 

Bauanleitung

  1. Nehmt den Karton und schneidet im hinteren Drittel des Deckels ein Loch, das gerade groß genug ist, dass der Kopf des Blitzes hindurch passt. Je größer das Loch, desto mehr Licht geht euch verloren.
  2. Schneidet ein Loch in die Front, das größer ist, als das größte Negativformat, dass ihr scannen wollt.
  3. Schneidet ein Stück Pappe, das etwas größer ist, als das Loch in der Front und schneidet ein Loch mittig in diese Pappe, die etwas größer ist als das Negativ.
  4. Klebt die Pappe mit zwei Streifen Tape vor das Loch in der Front.
  5. Schneidet aus dem Blatt Papier zwei Streifen, die so hoch sind wie der Karton und klebt diese mit Tape leicht gebogen in das innere des Kartons.

Damit ist der Bau auch schon abgeschlossen.

Benutzung

Die Negative könnt ihr jetzt einfach hinter die Pappe stecken und so ausrichten, dass ein Bild direkt hinter der Öffnung zu sehen ist. Den Blitz mit dem Fernauslöser legt ihr auf den Deckel und stellt ihn auf volle Leistung. Die Kamera auf ein Stativ davor und fotografiert das von hinten beleuchtete Negativ einfach ab. Die Ausleuchtung ist durch die zwei Stück Papier im inneren schön gleichmäßig und eure Kamera macht sicherlich bessere Fotos als die Kamera in diesen billigen Diascannern.

Invertieren der Bilder

Die Software der Diascanner invertiert die Bilder von den Negativen automatisch, diesen Schritt müsst ihr noch selbst durchführen. Hierfür könnt ihr das Bild beispielsweise in Fotoshop öffnen und mit Hilfe der Tastenkombination STRG+I invertieren. Danach müsst ihr noch eine eventuelle Farbmaske des Filmmaterials entfernen, aber dazu schreibe ich in den nächsten Tagen einen eigenen Blogpost. Es geht sogar mit einem Lightroom Preset, was sehr praktisch bei größeren Mengen ist.

Fazit

Ich habe mit einem Kostenaufwand von ein paar Streifen Tape und etwas Altpapier einen “Diascanner” gebaut, der auf dem gleichen Prinzip basiert wie diese Drogerie-Scanner, nur dass ich als Kamera keine Handykamera benutze, sondern eine DSLR mit einem sauscharfen Makroobjektiv. Die Bildqualität gewinnt dadurch auf jeden Fall und ich kann damit beliebige Formate digitalisieren (Mittelformat!).

Hier noch ein erstes Tesbild (Ines: Ich hoffe, du hast nichts dagegen ;) )

Charakterportrait mit dem Hochpassfilter

Nachdem ich jetzt schon mehrfach versprochen hatte, zu erklären wie mein Selbstportrait bearbeitet wurde, möchte ich das jetzt auch endlich mal tun. Zu diesem Zweck habe ich ein Video gemacht, das zeigt, wie ich das Bild in Photoshop bearbeite. Das Original ist natürlich etwas feinfühliger maskiert und so, aber an der grundlegenden Bearbeitung ändert das ja nichts.

Sorry für den schlechten Ton, das ist nur das interne Mikro des Laptops. Aber in absehbarer Zeit werde ich kein anderes haben und wollte das Video langsam endlich mal machen ;)

Hier noch eine kurze Liste der Bearbeitungsschritte, ich finde es manchmal etwas anstrengend, Videotutorials nachzumachen.

  1. Hintergrundebene mit STRG+J kopieren
  2. Anlegen einer Schwarz-Weiß Einstellungsebene, dabei die Rottöne auf -40
  3. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 30 anweden
  4. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haut und Haare/Bart anwenden
  5. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 70 anweden
  6. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haare/Bart anwenden
  7. Mit gedrückter ALT-Taste auf “Neue Ebene” klicken und Ebene mit neutraler Farbe füllen.
  8. Auf dieser Ebene mit geringer Deckkraft (10-15%) Bereiche aufhellen/abdunkeln
  9. Einstellungsebene Farbbalance anlegen, Rot +30 und Geld -30
  10. Zum Schluss noch einmal STRG+ALT+SHIFT+E, Filter “Unscharf maskieren” mit Stärke 150% und Radius 0,3 Pixel

Über alle Anmerkungen würde ich mich sehr freuen, das ist für mich etwas neues und ich müsste mich damit erstmal etwas mehr beschäftigen, um eine bessere Qualität hinzubekommen. Woher die schlechte Videoqualität kommt, kann ich zum Beispiel tatsächlich gerade nicht erklären.

Videotutorials von Alexander Heinrichs

Ich bin heute vormittag über den Vimeo Account von Alexander Heinrichs gestolpert und bin immer noch begeistert. Er veröffentlicht regelmäßig sehr schöne Videotutorials und 92 davon existieren bereits. Guckt es euch mal an, ich hätte gerade gerne ausreichend Zeit, um mir das alles anzugucken und vieles davon würde ich auch gern selbst mal ausprobieren. Vielleicht im nächsten Leben oder so ;)

Hier einfach mal zwei Beispiele, um zu zeigen, welche Qualität die Tutorials bieten:

Popeye from Alexander Heinrichs on Vimeo.

 

Tiere im Studio from Alexander Heinrichs on Vimeo.

 

 

Photoshop Tutorial Rap Teil 2

Ich hatte hier ja schonmal den ersten Teil, nun hat Colleghumor tatsächlich noch ein solch lehrreiches Video produziert. (Ich plädiere immer noch für eine andere Musikrichtung!)

aDRI – Kontrasterweiterung mit Photoshop

Ich habe gerade das erste mal von einem Workflow namen aDRI (advanced Dynamic Range Increase) gehört. Dieser Workflow beschreibt eine Methode um den Kontrastumfang in Bildern zu steigern, ohne die häufig übertriebene Wirkung eines HDR-Bildes zu erzeugen. Im Prinzip ist es ein Verfahren, das ein Exposure Fusion durchführt.Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, deshalb gibt es jetzt auch kein unwissendes Gerede mehr von mir, sondern ein Videotutorial von André M. Hünseler.

(via PROFIFOTO)

Selbstportrait

Ich habe mir in letzter Zeit recht viel Kram für ein Heimstudio gekauft und wollte das natürlich ausprobieren. Jetzt hat man so selten Models da und deshalb musste ich wohl oder übel selbst herhalten. Gerade habe ich mal eins davon nachbearbeitet und möchte euch kurz zeigen, wie ich dabei vorgegangen bin. Zuerst das Originalbild:

Dazu stand die Kamera frontal vor mir auf einem Stativ und ich habe sie mit dem Selbstauslöser ausgelöst. Ich habe auf einem Stuhl gesessen, um einen festen Ort zu haben auf den ich vorher den Fokus manuell einstellen konnte. Leicht links von der Kamera stand ein Blitz mit Softbox und ich hatte einen weißen Reflektor auf den Knien liegen.

Nach etwas Arbeit in Photoshop sieht das Ergebnis davon wie folgt aus. Vielleicht mache ich demnächst mal ein Videotutorial dazu. Bei Interesse einfach in den Kommentaren melden…

EDIT: Das Video ist online.

Photoshop Tutorial Rap

Ist grundsätzlich nicht meine Art von Musik, aber doch eine sehr gelungene Form des Photoshop-Tutorials. Viel Spaß damit: