Fotografieren von Kindergruppen
Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter davon, Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Martin Gommel von kwerfeldein.de hat da vor längerem mal viel wahres drüber geschrieben, aber ich stand neulich vor einer Situation, in der ich keine Chance sah, Kinder wirklich natürlich abzulichten. Meine Schwester ist Inhaberin einer Kinderbetreuung und fragte mich, ob ich nicht Bilder von den Kindern machen könnte, die die Eltern dann an die Verwandten verschenken können. 16 Kinder fotografiert man nicht mal eben in natürlicher Umgebung und man kriegt auch nicht die Eltern zusammen, weil die Kinder meist in der Betreuung sind, weil die Eltern zu der Zeit arbeiten müssen. Daher habe ich versucht, mit einem Studiosetup so wenig Kitsch wie möglich zu produzieren, auch wenn ich mir etwas Lightpainting nicht verkneifen konnte
Das größte Problem, das ich in dem zum Studio umgebauten Spielzimmer hatte, war die Tatsache, dass die meisten Kinder mich nicht kannten. Gemischt mit der ungewohnten, bzw. veränderten Umgebung führte das dazu, dass sie relativ eingeschüchtert waren. Es hat dann aber recht gut geholfen, sie mit ihren gewohnten Spielsachen zu beschäftigen, besonders gut funktioniert haben im nachhinein die Seifenblasen. Kinder finden sie toll und sie haben den schönen Nebeneffekt, dass sie auf Fotos auch noch schön aussehen. Ansonsten gibts es eigentlich nur eine wichtige Sache zu beachten, ihr müsst euch konsequent zum Affen machen! Ich war nach 4 Stunden fotografieren vom ständigen Kinder bespaßen völlig fertig, aber dafür hatte ich das gute Gefühl, das jedes Kind zumindest kurzzeitig mal gelächelt hat…
Außerdem ist es eine große Hilfe, wenn eine Person dabei ist, die die Kinder kennen, was hier meine Schwester, also die Erzieherin war. Hier nochmal “Danke Tina”, ohne dich wären die Ergebnisse weniger schön geworden.

