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Stages of a photographer

Ich bin gerade über eine tolle Grafik gestolpert, die sehr schön beschreibt, wie die Entwicklung eines Fotografen sehr häufig verläuft. Ich finde mich da zu einem ordentlichen Anteil wieder. Wie geht es euch da? Habt ihr auch ein “HDR Hole” in eurer Timeline? ;)

(via visuellegedanken)

Zindelhof

Wir waren gestern mit Mitgliedern der FotoAG auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt, um ein wenig Glühwein zu uns zu nehmen. Der Besitzer des Zindelhofs war dann nach Schließen der Theke noch so nett, uns ein wenig dort fotografieren zu lassen. Und als Krönung gab es sogar noch sehr leckere Feuerzangenbowle. Auch hier nochmal vielen Dank dafür!

aDRI – Kontrasterweiterung mit Photoshop

Ich habe gerade das erste mal von einem Workflow namen aDRI (advanced Dynamic Range Increase) gehört. Dieser Workflow beschreibt eine Methode um den Kontrastumfang in Bildern zu steigern, ohne die häufig übertriebene Wirkung eines HDR-Bildes zu erzeugen. Im Prinzip ist es ein Verfahren, das ein Exposure Fusion durchführt.Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, deshalb gibt es jetzt auch kein unwissendes Gerede mehr von mir, sondern ein Videotutorial von André M. Hünseler.

(via PROFIFOTO)

Kostenlose Fotosoftware

Immer wieder suchen fotografiebegeisterte Anfänger und Fortgeschrittene nach Software, um ihre Bildersammlung zu verwalten und Bilder zu bearbeiten. Gerade für Anfänger ist aber nach der Anschaffung einer Kamera und sonstigem Equipment der Geldbeutel leer und teure Software von Adobe, Nik, Bibble oder sonstigen Firmen ist dann nicht immer eine Option. Deshalb möchte ich hier auf eine Softwareprodukte hinweisen, die kostenlos benutzt werden können und für den Einstieg, teilweise aber auch für professionelle Bildbearbeitung genutzt werden können.

Bildverwaltung/Grundlegende Korrekturen

Picasa

Picasa ist ein Programm von Google, das sowohl bei der Organisation und Sortierung der Fotos unterstützt als auch grundlegende Bildbearbeitung anbietet. Die Bildbearbeitung ist nicht sonderlich fortgeschritten, aber für die Änderung von Helligkeit, Sättigung, Kontrast usw. ist es durchaus brauchbar für Einsteiger.

Hier gehts zur Webseite.

Bildbearbeitung

Gimp

Gimp ist ein echtes Schwergewicht in der Bildbearbeitung. Es hat einen schier unglaublichen Funktionsumfang und erinnert von der Funktionalität ein wenig an Photoshop. Es gibt die Möglichkeit, mit Ebenen zu arbeiten, eine vielgenutzte Plugin-Schnittstelle, ein Filtersystem und viele Werkzeug, die so oder so ähnlich auch in Photoshop existieren. Auf den ersten Blick scheint die Oberfläche unübersichtlich zu sein, allerdings ist das einfach nur eine Frage der Eingewöhnung. Mit der Zeit ist die Benutzeroberfläche sehr angenehm bedienbar. Lauffähig ist Gimp unter Windows, Mac und Linux und ich kann euch nur empfehlen, es auch mal auszuprobieren.

Hier gehts zur Webseite.

MAGIX Foto Designer

Der Foto Designer von MAGIX ist ein scheinbar sehr umfangreiches Programm zu Bildbearbeitung inkl. Ebenen, Masken etc. Ich habe es allerdings nie benutzt, deshalb verweise ich an dieser Stelle mal auf die Vorstellung von Markus Dolling von nachbelichtet.com: Klick

Hier gehts zur Webseite.

Spezialsoftware

Hugin

Hugin ist eine hervorragende Software, um Panoramen zu stitchen. Das Programm ist opensource, läuft unter Windows, Mac und Linux und basiert auf den Panorama Tools.  Es hat eine sehr gute Automatik, aber man kann auch von Hand Kontrollpunkte hinzufügen und verändern. Meiner Meinung nach sind die Ergebnisse durchaus mit denen von kostenpflichtiger Software wie PTGui oder Photoshopt vergleichbar, weshalb ich hier eine ganz klare Empfehlung aussprechen möchte.

Hier gehts zur Webseite.

Luminance

Luminance ist eine HDR Software, die ebenfalls als opensource veröffentlicht wurde. “Früher” hieß das Programm mal qtpfsgui, aber dieser Name ist glücklicherweise nicht mehr gebräuchlich, kann sich ja auch niemand merken (einige Linux-Distributoren nennen es noch qtpfsgui).  Genauso wie auch Hugin gibt es auch von Luminance Versionen für Windows, Mac und Linux. Mit Luminance ist es möglich, aus einer Belichtungsreihe ein HDR-Bild zu erzeugen und dabei auf unterschiedliche Voreinstellungen zurückzugreifen. Allerdings hat Luminance im Vergleich zu kommerzieller Software einen Nachteil, und zwar existiert keine Live-Vorschau. Ich habe das Programm selbst benutzt, als ich anfing, mich mich HDR-Fotografie zu beschäftigen, aber die fehlende Live-Vorschau war für mich der Grund zu Photomatix zu wechseln.

Hier gehts zur Webseite.

Die Liste ist natürlich keinesfalls komplett. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren mitteilt, was ihr noch so benutzt und empfehlen könnt.

Überblick über HDR-Software

Heute gibts einen knappen Überblick über HDR-Software. Dazu möchte ich gleich zu Beginn sagen, dass diese Liste sicherlich nicht vollständig ist, sondern lediglich die Software umfasst, die ich kenne und schonmal getestet habe. Wenn es da Ergänzungen gibt, dann schreibt es einfach in die Kommentare.

Photomatix Pro

Mein persönliches Lieblingsprogramm ist Photomatix Pro. Es ist unglaublich vielseitig, verfügt über Optionen zur automatischen Ausrichtung  und ist einfach zu bedienen. Es gibt zwei unterschiedliche Methoden zum Tonemapping von HDR-Bilder, den “Detail Enhancer” und den “Tone Compressor”. Während der “Detail Enhancer” einen eher kunstvoll und malerisch angehauchten Look produziert, erzeugt der “Tone Compressor” eher fotorealistische Bilder. Eine Testversion gibts hier. Diese ist zeitlich unbegrenzt nutzbar, versieht die Ausgabedatei aber mit einem Wasserzeichen.

Nik HDR Efex Pro

Sehr neue Software, die ich noch nicht wirklich viel getestet habe, aber es sieht so aus, als hätte Nik Software seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und ein Programm rausgebracht, dass sehr übersichtlich, intuitiv zu benutzen und komfortabel ist. Es bringt sehr schöne Voreinstellungen mit, die man dann anpassen kann. Hier gibts eine 15-Tage-Testversion.

Adobe Photoshop

Der Alleskönner in Sachen Bildbearbeitung kann auch HDR, wie hätte es auch anders sein können. Die Funktionialität ist recht gut, es gibt eine vergleichsweise gute Entfernung von Geisterbildern und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Außerdem ist es nett, wenn man seine Bilder sowieso mit Photoshop nachbearbeitet, weil man sich dann nicht in ein neues Tool einarbeiten muss. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Vorschaubild im HDR-Modul nicht annähernd so aussieht wie das Bild, was am Ende in Photoshop wirklich ankommt. Das kann aber durchaus auch an einer Fehlbenutzung meinerseits liegen. Eine 30-Tage-Testversion gibts hier.

LuminanceHDR

Die erste Software, die ich vor längerem ausprobiert habe, weil es sie auch unter Linux gibt. Dort heißt sie in der Regel qtpfsgui. Luminance ist Opensource Software und damit kostenlos zu benutzen. Sie bietet eine Vielzahl an verschiedenen Algorithmen zum Tonemapping und ich kann nur sagen: Probiert euch da mal durch, es gibt viele interessante Effekte. Einen Nachteil möchte ich aber auf keinen Fall vorenthalten: Es gibt keine Vorschaufunktion, deshalb ist es recht mühselig auszuprobieren. Hier gehts zum Download.

HDR – Tipps für die Aufnahme

Nach der kurzen Einführung, was HDR eigentlich ist, nun ein paar Tipps, die mir geholfen haben, brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Stativ benutzen

Das sollte sich eigentlich von selbst erklären. Da wir mehrere Aufnahmen machen, sollte sich die Kamera zwischen den Aufnahmen nicht bewegen, weshalb sich ein Stativ anbietet. Man kann natürlich auch im Notfall auf Alternativen wie Bohnensäcke und vergleichbares zurückgreifen. Aktuelle Software bietet meist auch Methoden zum automatischen Ausrichten, aber meine Erfahrungen damit sind nicht besonders gut. Am besten ist es, wenn eine Ausrichtung einfach nicht nötig ist!

Selbstauslöser/Fernauslöser benutzen

Um beim Auslösen nicht zu verwackeln sollte man entweder den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser benutzen. Ich persönlich nutze dafür einen billigen Kabelfernauslöser (~15 Euro, wenn ich mich recht entsinne). Zusätzlich kann man auch noch die Spiegelvorauslösung (einfach mal im Handbuch suchen) einschalten, damit auch das Klappen des Spiegels nicht wackelt, allerdings habe ich da noch nie Probleme mit gehabt.

Belichtungsreihe aufnehmen

Wenn man zwischen den Aufnahmen die Kamera einstellen muss, dann wackelt das auch, deshalb macht man es nicht. Spiegelreflexkameras besitzen in der Regel einen Modus für Belichtungsreihen (bei Canon heißt die entsprechende Option AEB – Auto Exposure Bracketing). Dort kann man meist die Belichtung in Form von Blendenstufen einstellen, die über- bzw. unterbelichtet werden soll. Auch hier bei Fragen entweder ins Handbuch gucken oder in den Kommentaren nachfragen.

Habt ihr da noch weitere Hinweise, die ich hier einarbeiten sollte? Ich lerne immer gern dazu ;)

HDR – Grundlagen

Was ist HDR?

Als HDR (High Dynamic Range) bezeichnet man eine Technik, bei der man von dem gleichen Bildausschnitt unterschiedlich belichtete Fotos macht und diese nachher mit einer speziellen Software zusammenfügt. Diese sorgt dabei dafür, dass alle Bereiche korrekt belichtet sind. Ich nehme dafür meist drei Bilder auf, ein normal belichtetes, und dann jeweils zwei Blenden über-/unterbelichtet. Dadurch erhält man einen größeren Dynamikumfang als mit einem einzelnen Bild möglich wäre.

Wann ist HDR sinnvoll?

Immer dann, wenn ein Bild sehr große Helligkeitsunterschiede aufweist. Oft findet man keine Belichtungseinstellung, in der alle Bereiche schön belichtet sind sondern Teile des Bildes sind über- oder unterbelichtet. Da kann man mit einer HDR-Aufnahme schöne Ergebnisse erzielen, weil man alle Bereiche korrekt belichten kann. Oft wird HDR zum Beispiel für einen dramatisch aussehenden Himmel benutzt, weil dieser häufig zu hell wird.

Ein Beispiel – Eine Kirche in Torun

Genug geredet, jetzt gibts Bilder:

Normale Belichtung

+2 Blenden

-2 Blenden

Das Bild, das mit “Normale Belichtung” unterschrieben ist, ist so belichtet wie die Kamera das gemessen hat. Die Kirche sieht gut aus, die Gasse rechts daneben und die Tür sind zu dunkel, der Himmel dafür viel zu hell. Die entsprechenden Bereiche sehen in der Über-/Unterbelichteten Version gut aus, also lasse ich den Computer das zusammenbasteln. Das Ergebnis sah dann so aus:

Fertiges HDR

Dabei sieht man dann auch gleich sehr schön, dass die meisten HDR Programme ziemlich zum übersättigen neigen. Aber das kann man ja alles noch nach dem eigenen Geschmack anpassen, auf jeden Fall habe ich jetzt einen schönen Himmel und die Gasse und die Tür sind gut ausgeleuchtet

Fazit/Ausblick

Ich hoffe, es ist einigermaßen klar geworden, was HDR Fotografie ist und wann es Sinn macht, diese Technik einzusetzen. In den nächsten Tagen werde ich dann weitere Anleitungen zum konkreten Vorgehen in Programmen machen und ein paar Tipps und Tricks aus der Praxis geben. Bis dann…