Was ist HDR?
Als HDR (High Dynamic Range) bezeichnet man eine Technik, bei der man von dem gleichen Bildausschnitt unterschiedlich belichtete Fotos macht und diese nachher mit einer speziellen Software zusammenfügt. Diese sorgt dabei dafür, dass alle Bereiche korrekt belichtet sind. Ich nehme dafür meist drei Bilder auf, ein normal belichtetes, und dann jeweils zwei Blenden über-/unterbelichtet. Dadurch erhält man einen größeren Dynamikumfang als mit einem einzelnen Bild möglich wäre.
Wann ist HDR sinnvoll?
Immer dann, wenn ein Bild sehr große Helligkeitsunterschiede aufweist. Oft findet man keine Belichtungseinstellung, in der alle Bereiche schön belichtet sind sondern Teile des Bildes sind über- oder unterbelichtet. Da kann man mit einer HDR-Aufnahme schöne Ergebnisse erzielen, weil man alle Bereiche korrekt belichten kann. Oft wird HDR zum Beispiel für einen dramatisch aussehenden Himmel benutzt, weil dieser häufig zu hell wird.
Ein Beispiel – Eine Kirche in Torun
Genug geredet, jetzt gibts Bilder:
 Normale Belichtung |
 +2 Blenden |
 -2 Blenden |
Das Bild, das mit “Normale Belichtung” unterschrieben ist, ist so belichtet wie die Kamera das gemessen hat. Die Kirche sieht gut aus, die Gasse rechts daneben und die Tür sind zu dunkel, der Himmel dafür viel zu hell. Die entsprechenden Bereiche sehen in der Über-/Unterbelichteten Version gut aus, also lasse ich den Computer das zusammenbasteln. Das Ergebnis sah dann so aus:

Fertiges HDR
Dabei sieht man dann auch gleich sehr schön, dass die meisten HDR Programme ziemlich zum übersättigen neigen. Aber das kann man ja alles noch nach dem eigenen Geschmack anpassen, auf jeden Fall habe ich jetzt einen schönen Himmel und die Gasse und die Tür sind gut ausgeleuchtet
Fazit/Ausblick
Ich hoffe, es ist einigermaßen klar geworden, was HDR Fotografie ist und wann es Sinn macht, diese Technik einzusetzen. In den nächsten Tagen werde ich dann weitere Anleitungen zum konkreten Vorgehen in Programmen machen und ein paar Tipps und Tricks aus der Praxis geben. Bis dann…