Linksammlung #02

Kein Doppelkinn mehr bei Portraits

In diesem Video erklärt Peter Hurley, wie man den Ausdruck in einem Portrait mit einigen wenigen Anweisungen sehr stark verändern kann. Einer sehr ausführliche Anleitung zu Vermeidung von Doppelkinnen bei Portrait, die ich sehr sehenswert finde.

It’s all about the Jaw from Peter Hurley on Vimeo.

Ein erstes interaktives 360° Panorama

Ich habe gerade einen geliehenen Panoramakopf hier rumliegen und teste damit ein wenig rum. Ist wirklich ein tolles Spielzeug und vielleicht mache ich da irgendwann auch mal ein Tutorial zu. Aber jetzt wollte ich das erstmal nur zeigen. Da ich manchmal etwas faul bin, habe ich das einfach direkt hier in meiner winzigen “Wohnung” gemacht und ich bitte die Unordnung zu entschuldigen ;)

Einfach ins Bild klicken und herumgucken. Ganz cool eigentlich, oder?

Auch das Quellbild für das Flash-Dingen oben ist schon ganz nett, und weils so schön ist, hab ich auch gleich noch einen “little planet” davon gemacht (da sieht man schön, wie klein es ist ;) ).

P.S.: Ja, ich hätte das noch begradigen müssen, aber ich hatte keine Lust. Ist ja nur ein Test.

DIY: “Dia-Scanner”

Wenn man Negative digitalisieren will, ist der erste Gedanke die Anschaffung eines Diascanners. Dort gibt es viele Möglichkeiten, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht benutzen will oder kann.

  • Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz
    Gute Qualität, aber nicht ganz billig und vor allem habe ich hier keinen Platz dafür. Außerdem dauert der Scan ziemlich lange
  • Günstige Diascanner
    Bestehen aus einer kleinen Kamera, die von oben die durchleuchteten Negative abfotografiert. Das geht schön schnell, aber dank der winzigen Kamera produzieren diese Scanner recht schlechte Qualität
  • Professionelle Diascanner
    Beste Bildqualität, allerdings auch >2 Minuten pro Bild und vor allem preislich für mich völlig uninteressant (Für alle aus Göttingen: Im LRC der SUB (Staats- und Universitätsbibliothek kann man einen Nikon Coolscan 9000 benutzen).

Am liebsten hätte ich also einen dieser günstigen Diascanner mit Kamera, weil es schnell geht. Nur eben mit guter Qualität. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Benötigtes Equipment

Meine Lösung basiert darauf, dass ein Blitz die Negative von hinten ausleuchtet, ihr benötigt also einen Aufsteckblitz und um der Einfachheit Willen noch einen Funkauslöser. Außerdem braucht ihr noch eine digitale Kamera, einen Karton (z.B. ein Schuhkarton), ein Blatt weißes Papier, ein Stück Pappe und wie so oft ein wenig Tape. Weil ich gerne einen professionellen Diascanner haben wollte, habe ich den Karton eines Diascanners benutzt ;)

 

Bauanleitung

  1. Nehmt den Karton und schneidet im hinteren Drittel des Deckels ein Loch, das gerade groß genug ist, dass der Kopf des Blitzes hindurch passt. Je größer das Loch, desto mehr Licht geht euch verloren.
  2. Schneidet ein Loch in die Front, das größer ist, als das größte Negativformat, dass ihr scannen wollt.
  3. Schneidet ein Stück Pappe, das etwas größer ist, als das Loch in der Front und schneidet ein Loch mittig in diese Pappe, die etwas größer ist als das Negativ.
  4. Klebt die Pappe mit zwei Streifen Tape vor das Loch in der Front.
  5. Schneidet aus dem Blatt Papier zwei Streifen, die so hoch sind wie der Karton und klebt diese mit Tape leicht gebogen in das innere des Kartons.

Damit ist der Bau auch schon abgeschlossen.

Benutzung

Die Negative könnt ihr jetzt einfach hinter die Pappe stecken und so ausrichten, dass ein Bild direkt hinter der Öffnung zu sehen ist. Den Blitz mit dem Fernauslöser legt ihr auf den Deckel und stellt ihn auf volle Leistung. Die Kamera auf ein Stativ davor und fotografiert das von hinten beleuchtete Negativ einfach ab. Die Ausleuchtung ist durch die zwei Stück Papier im inneren schön gleichmäßig und eure Kamera macht sicherlich bessere Fotos als die Kamera in diesen billigen Diascannern.

Invertieren der Bilder

Die Software der Diascanner invertiert die Bilder von den Negativen automatisch, diesen Schritt müsst ihr noch selbst durchführen. Hierfür könnt ihr das Bild beispielsweise in Fotoshop öffnen und mit Hilfe der Tastenkombination STRG+I invertieren. Danach müsst ihr noch eine eventuelle Farbmaske des Filmmaterials entfernen, aber dazu schreibe ich in den nächsten Tagen einen eigenen Blogpost. Es geht sogar mit einem Lightroom Preset, was sehr praktisch bei größeren Mengen ist.

Fazit

Ich habe mit einem Kostenaufwand von ein paar Streifen Tape und etwas Altpapier einen “Diascanner” gebaut, der auf dem gleichen Prinzip basiert wie diese Drogerie-Scanner, nur dass ich als Kamera keine Handykamera benutze, sondern eine DSLR mit einem sauscharfen Makroobjektiv. Die Bildqualität gewinnt dadurch auf jeden Fall und ich kann damit beliebige Formate digitalisieren (Mittelformat!).

Hier noch ein erstes Tesbild (Ines: Ich hoffe, du hast nichts dagegen ;) )

Linksammlung #01

Ich möchte gern damit anfangen, hier im Blog gegen Ende der Woche eine Sammlung von Links zu posten, die mich im Laufe der Woche so fasziniert haben. Also, los gehts:

Charakterportrait mit dem Hochpassfilter

Nachdem ich jetzt schon mehrfach versprochen hatte, zu erklären wie mein Selbstportrait bearbeitet wurde, möchte ich das jetzt auch endlich mal tun. Zu diesem Zweck habe ich ein Video gemacht, das zeigt, wie ich das Bild in Photoshop bearbeite. Das Original ist natürlich etwas feinfühliger maskiert und so, aber an der grundlegenden Bearbeitung ändert das ja nichts.

Sorry für den schlechten Ton, das ist nur das interne Mikro des Laptops. Aber in absehbarer Zeit werde ich kein anderes haben und wollte das Video langsam endlich mal machen ;)

Hier noch eine kurze Liste der Bearbeitungsschritte, ich finde es manchmal etwas anstrengend, Videotutorials nachzumachen.

  1. Hintergrundebene mit STRG+J kopieren
  2. Anlegen einer Schwarz-Weiß Einstellungsebene, dabei die Rottöne auf -40
  3. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 30 anweden
  4. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haut und Haare/Bart anwenden
  5. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 70 anweden
  6. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haare/Bart anwenden
  7. Mit gedrückter ALT-Taste auf “Neue Ebene” klicken und Ebene mit neutraler Farbe füllen.
  8. Auf dieser Ebene mit geringer Deckkraft (10-15%) Bereiche aufhellen/abdunkeln
  9. Einstellungsebene Farbbalance anlegen, Rot +30 und Geld -30
  10. Zum Schluss noch einmal STRG+ALT+SHIFT+E, Filter “Unscharf maskieren” mit Stärke 150% und Radius 0,3 Pixel

Über alle Anmerkungen würde ich mich sehr freuen, das ist für mich etwas neues und ich müsste mich damit erstmal etwas mehr beschäftigen, um eine bessere Qualität hinzubekommen. Woher die schlechte Videoqualität kommt, kann ich zum Beispiel tatsächlich gerade nicht erklären.

Tiere im Studio

Man sollte meinen, dass kein Unterschied darin besteht, ob man Menschen oder Tiere im Studio fotografiert. Das ist auch grundsätzlich nicht ganz verkehrt, allerdings nur, was die Technik, also Kamera und Licht angeht. Der Umgang mit dem Modell ist ja nun auch nicht ganz unwichtig, und Tiere verstehen einfach nicht, warum sie sich denn jetzt auf diese Pappe setzen sollen. Deshalb möchte ich erstmal ein paar Tipps zum Umgang mit Tieren bei Shootings geben und danach noch ein einfaches Lichtsetup vorstellen, das bei Tieren gut funktioniert.

Tiere haben einen großen Bewegungsdrang

Ich habe in letzter Zeit vermehrt Hunde fotografiert und die neigen dazu, überall mal gucken zu wollen. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie sich in einer für sie fremden Umgebung aufhalten. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, das Shooting an einem Ort durchzuführen, den das Tier kennt. Sollte dies nicht möglich sein, dann braucht das Tier etwas Zeit, um sich alles anzugucken. Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn das Tier vorher nochmal ausgiebig toben durfte, müde Tiere bleiben länger an einem Ort liegen.

Tiere sind verfressen

Zumindest die meisten Tiere machen fast alles für Futter. Das ist manchmal etwas anstrengend im Alltag, für ein Fotoshooting allerdings mehr als nützlich. Ein Leckerli unter die Kamera gehalten, schon guckt das Tier in die Kamera. ;)

Vorsicht mit Blitzlicht

Viele Tiere haben empfindliche Augen und können durch Blitzlicht verletzt werden. Informiert euch da vorher, Nagetiere sind beispielsweise recht empfindlich, insbesondere Albinos. Die Gesundheit des Tieres geht immer vor!

Einfache Lichtsetups

Das Lichtsetup sollte nicht zu kompliziert werden, weil die Tiere sich immer ein wenig bewegen. Von daher sollte das Setup dem Tier einen gewissen Bewegungsradius einräumen, damit man möglichst stressfrei fotografieren kann. Hier folgen zwei Beispiele.

Eine Softbox von der Seite + ein Reflektor

Eine Softbox vorne links

Bei den Ergebnissen vor weißem Hintergrund ist der Hintergrund im Nachhinein bearbeitet worden, weil in dem Raum nicht genug Platz war, um den Hintergrund auszuleuchten. Nur um vorzubeugen, dass ihr meckert, dass das Setup gelogen sei ;)

Zum Schluss noch ein schönes Video, in dem Alexander Heinrichs Tipps zur Tierfotografie gibt und ein paar sehr schöne Ergebnisse erzählt.

Tiere im Studio from Alexander Heinrichs on Vimeo.

Datensicherung

Das Thema Datensicherung kommt bei Fotografen ja immer mal wieder zur Sprache. Weil seien wir mal ehrlich, was kann schon schlimmeres passieren als die Bilder der letzten Jahre zu verlieren. Unwiederbringlich weg. Da ich mich im richtigen Leben unter anderem mit Backup-Systemen beschäftige, will ich nach der Frage auf Kwerfeldein da nun auch mal meine Meinung und Erfahrungen verschriftlichen. Zuerst muss ich sagen, dass es bei diesem Thema keine perfekte Lösung geben wird. Jeder muss seinen eigenen Kompromiss zwischen Aufwand, Komfort und Kosten finden. Erstmal möchte ich auf einige Punkte eingehen, die man bei der Sicherung seiner Daten berücksichtigen sollte.

Welche Daten muss ich sichern?

Bevor ihr euch Gedanken über die technische Umsetzung macht, solltet ihr euch erstmal überlegen, was ihr eigentlich sichern wollt und müsst. Ich denke, es ist klar, dass die Bilddateien gesichert werden müssen. Aber ist es nicht auch sinnvoll, das Betriebssystem zu sichern? Weil bei einem Ausfall der Festplatte sind nicht nur die Bilder weg, sondern auch das ganze Betriebssystem inklusive aller Software muss neu aufgesetzt werden und konfiguriert werden. Spätestens wenn man damit sein Geld verdient, kann es sehr unangenehm werden, wenn man einige Tage nicht vernünftig arbeiten kann.

Je mehr Daten ich sichere, desto teurer wird das Backup, deshalb sollte man hier etwas Sparsamkeit walten lassen. Damit meine ich nicht, dass man wichtige Systeme nicht sichern sollte, sondern vielmehr genau überlegen sollte, ob man wirklich alle Bilder eines Shootings benötigt. Ich habe sehr viele Bilder mit geschlossenen Augen, nicht ausgelösten Blitzen und ähnlichen Fehlern, vielleicht sollte man die einfach gleich zu Beginn löschen, dann landen sie auch niemals im Backup ;)

Wie oft muss ich meine Daten sichern?

Eine wichtige Erkenntnis ist die, dass euch Datenträger immer dann kaputt gehen, wenn ihr es nicht gebrauchen könnt. Wenn ihr ein Original löscht, weil ihr gerade mal Platz braucht, weil es ja sowieso noch im Backup ist, wird euch das Backup in genau diesem Moment kaputt gehen. Von daher ist Redundanz wichtig, auch wenn die Kosten dadurch steigen.

RAID

Wenn es um Backups geht, dann kommt man um die Abkürzung RAID nicht vorbei. Ich möchte hier aber gar nicht theoretisch werden, sondern einfach ein wenig aufzählen. Es gibt unterschiedliche RAID Modi:

RAID0

Beim sogenannten Striping werden die Daten auf zwei Festplatten verteilt geschrieben. Im Zweifel ist also keine Datei auf nur einer Festplatte komplett vorhanden, was zum totalen Datenverlust bei Ausfall einer Festplatte führt. Dafür bietet ein solches System aber nahezu die doppelte Geschwindigkeit, weil ja auf zwei Festplatten gleichzeitig geschrieben wird.

RAID1

Beim Mirroring wird das Gegenteil des Stripings gemacht, also eine Datei wird nicht auf zwei Festplatten verteilt, sondern auf beide Festplatten gleichzeitig geschrieben. Somit sind auf beiden Festplatten die identischen Daten, womit beim Ausfall einer Festplatte keine Daten verloren gehen.

RAID10

Hier wird RAID0 und RAID1 kombiniert, man setzt sozusagen zwei RAID0 Systeme in ein RAID1. Somit hat man ein System aus 4 Festplatten, das einen Festplattenausfall tolerieren kann, aber trotzdem den Geschwindigkeitsvorteil des Stripings nutzt.

RAID5

Ein System, bei dem durch die Verwendung sogenannter Parity Bits in einem System aus 4 Platten der Ausfall einer Platte toliert werden kann, das aber ebenfalls verteilt über die Festplatten schreibt und somit verhältnismäßig schnell ist.

Jetzt sieht das ja so aus, als sei ein RAID0, RAID10 oder RAID5 System alles, was man braucht. Aber das ist es nicht, denn zum einen schützt es einen nicht vor der eigenen Blödheit, dass man Dateien löscht. Weil gelöscht ist dann auch überall gelöscht. Zum anderen kann ein solches System durch äußere Einwirkung auch als ganzes kaputt gehen (Brand, Wasserschaden, Blitzschlag, …).

Wo bewahre ich meine Backups auf?

Oft vernachlässigt wird der Aufbewahrungsort des Backups. Weit verbreitet sind beispielsweise externe Festplatten, die am Rechner angeschlossen bleiben. Bei einer Überspannung, sind dann also gleich der Rechner (und damit das Original) als auch die am gleichen Stromkreis befindliche externe Festplatte (und damit das Backup) hinüber. Also hat der falsche Aufbewahrungsort dazu geführt, dass das gesamte Backup nutzlos war. Daher sollte das Backup im Idealfall an einem anderen Ort aufbewahrt werden, als das Original. Das schützt dann auch gleich vor Feuer, Wasserschaden, Diebstahl, …

Wie lange lebt mein Backup-Medium?

Ebenfalls häufig unbeachtet bleibt der Fakt, dass jedes Speichermedium nach einer gewissen Zeit seine Eigenschaften verliert. So ist eine CD häufig schon nach 5-10 Jahren nicht mehr lesbar, während eine DVD im Mittel bis zu 30 Jahre hält. Bei Festplatten hängt es stark von der Laufzeit und Qualität der Platten ab, aber häufig wird von einer Lebenserwartung von 5-10 Jahren ausgegangen. Ebenfalls wichtig ist die Frage der Lesegeräte und Dateiformate. Vor zwanzig Jahren war es üblich 5 1/4″ Disketten zu benutzen und jede Software hatte ein eigenes Dateiformat. Versucht mal, die heute (20 Jahre später) zu lesen. Eine lange Lebensdauer des Medium ist also nur die halbe Miete. Wer weiß schon, ob ich in 20 Jahren noch das .cr2 Raw-Bild aus meiner Kamera lesen kann, es also für mein Betriebssystem noch einen Raw-Konvertierer gibt.

Man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man die Bilder der eigenen Hochzeit auf CD in den Schrank stellt, wird man sie den Enkelkindern nicht mehr zeigen können.

Langzeitarchivierung

Langzeitarchivierung ist ein Thema, das auch im industriellen Umfeld großteils unbehandelt ist. Der grundlegende Ansatz ist aber klar, man wählt einige Speichermedien, mit möglichst langen Lebensdauern aus, die ein gutes Preisleistungsverhältnis haben. Darauf speichert man seine Daten und stellt sicher, dass man seine Daten regelmäßig und frühzeitig auf neue Speichermedien umkopiert, um auch in Zukunft immer an die Daten ranzukommen. Bei jedem “Umkopieren” sollte man sich gegenenfalls Gedanken machen, ob man die Dateiformate in etwas moderneres konvertiert, wenn sich abzeichnet, dass sie bald nicht mehr unterstützt werden. Sowas lässt sich mit Hilfe von HFS (Hierarchische Dateisystem) automatisieren, aber für Fotografen wird das wohl immer von Hand passieren.

Meine Lösung

Ich habe hier einen Fileserver stehen, der 4×1.5TB Festplatten hat und im RAID5 läuft. Darauf schiebe ich sowohl die Bilder samt des Lightroom Katalogs als auch das Backup des Betriebssystems. Dann gibt es weiterhin eine externe 2TB Festplatte, auf der ebenfalls Bilder und Betriebssystem liegen. Dieses externe Platte ist in der Regel nicht in meiner Wohnung.

Ich habe hier jetzt viele Dinge außen vor gelassen, die sicherlich von Interesse wären. Wenn ihr also Interesse an weiterführenden Artikeln (Backup-Software, Versionierung/Snapshots,  Verifikation des Backups, Linux-Fileserver, …)  zu dem Thema habt, meldet euch in den Kommentaren, bei Twitter oder per Mail.

Büchertausch bei Jeriko

Drüben bei Jeriko gibt es eine interessante Aktion. Man schickt ihm ein Buch mit Bezug zur Fotografie, er sammelt das und schickt ein zufällig ausgewähltes anderes Buch zurück. Wenn ihr Bücher habt, die ihr nicht mehr braucht, ist das doch eine tolle Sache. Ich wünsche ihm viel Erfolg bei dieser Idee!

DIY: Softbox Grid

Wie ich auf Twitter schon erwähnt hatte, habe ich gestern nachmittag ein Grid für meine Softbox gebaut. Es ist noch nicht ganz fertig, aber ich möchte es euch dennoch schonmal zeigen.

Wofür braucht man ein Grid?

Ein Grid beschränkt die Streuung zur Seite sehr stark. Meine Softbox ist 80×80 cm groß und der Raum, in dem ich meistens fotografiere, ist sehr klein. Daher habe ich häufig ein Problem mit Streulicht, das von den Wänden reflektiert wird. Durch das Grid wird dieses Streulicht minimiert und ich bekomme mehr Kontrolle über das Licht.

Wie wird das Grid gebaut?

Das schöne an dem Grid ist, dass es komplett aus Tape gebaut wird. Ich habe ein Rolle schwarzes Tape, 50mm breit und 50m lang gekauft, und das ist völlig ausreichend. Man kann dabei getrost preiswerte Marken kaufen, weil immer die beiden klebenden Seiten aufeinander geklebt werden. Daher reicht auch die Haftkraft von Billigprodukten vollkommen aus. Im Ideall findet ihr welches, das matt ist.

Ich möchte hier noch darauf hinweisen, dass die Idee nicht von mir kommt, sondern von dem Flickr Nutzer cuki_gamulea. Er hat auch eine sehr schön bebilderte Anleitung dafür erstellt, auf die ich hier nur verweisen möchte.

DIY Gaffer Tape Softbox Grid

Wenn ihr auf das Bild klickt, dann landet ihr bei der Beschreibung, allerdings möchte ich sie hier nochmal ins deutsche übersetzen und ein wenig ergänzen:

  1. Entscheidet euch für eine Gitterbreite. Dabei müsst ihr überlegen, wie starkt ihr das Licht beschränken wollt und wie viel Arbeitszeit ihr investieren wollt. Weil mehr Zellen führt zu mehr Aufwand ;) Meine Softbox ist 80×80 cm groß, und ich habe mich für Zellen mit einer Kantenlänge von 8cm entschieden,  so dass ein 10×10 Gitter entsteht.
  2. Schneidet euch eine Vorlage aus Pappe, die doppelt so lang ist, wie eure Kantenlänge, in meinem Fall also 16cm.
  3. Wickelt das Tape mit der nicht klebenden Seite um die Vorlage und verklebt es.
  4. Als Unterlage habe ich einen langen Streifen Tape auf meinen Schreibtisch gelegt, daruf klebt ihr nun eure erste Zelle.
  5. Die nächste Zelle wird genauso erzeugt und ihr legt sie mit einem Versatz von eurer Kantenlänge auf die erste Zelle (hier also 8cm)
  6. Schritt 3-5 wiederholt ihr nun 10 mal und dann habt ihr die erste Reihe fertig.
  7. Nun wiederholt ihr Schritt 3-6 10 mal, wobei ihr die erste Zelle einer Reihe immer um eure Kantenlänge nach links oder rechts versetzt ansetzt (einmal für links oder rechts entschieden, müsst ihr eurer Entscheidung treu bleiben ;) ).
  8. Fast fertig, ihr habt nun 10×10 Zellen miteinander verklebt und müsst nur noch die Ränger mit Tape verkleben.
  9. Jetzt fehlt nur noch die Befestigung. Ich habe dafür Klettband gekauft, es aber leider am Wochenende bei meiner Freundin vergessen. Deshalb musste jetzt erstmal provisorisch etwas Kreppband herhalten. Da es oben aber nur an wenigen Stellen befestigt ist, hängt das Grid momentan leider etwas durch. Daher würde ich empfehlen, zumindest an der Oberseite über die gesamte Länge Klettband zu benutzen.

Noch ein paar Tipps:

  • Auch wenn sich Tape sehr schön zerreißen lässt, ist eine Schere sehr nützlich, weil dadurch die Gefahr des Verklebens reduziert wird.
  • Sollte euch die Neugier packen und ihr wollt das Grid schonmal entfalten, seid sehr vorsichtig. Wenn die Klebeseiten des Tapes einmal aneinander kleben heißt es “Nochmal von vorn beginnen”.

Nun noch ein paar Bilder meiner fertigen Softbox (Klick macht groß). Die Bilder sind nur auf die Schnelle gemacht und in erster Linie soll man den Unterschied sehen, wie stark der Unterschied beim Streulicht an der Wand ist. Die Kameraeinstellungen sind identisch (ISO200, F20, 1/200s) und auch der Blitz wurde nicht umgestellt.

Habt ihr noch Fragen dazu? Dann schreibt doch einfach einen Kommentar.

Update: Ein paar Bilder, nachdem ich ich das Kreppband durch Klettband ausgetauscht habe.