Archive for the ‘ Tutorial ’ Category

Dan Winters Portrait von Tom Hanks nachgebaut

Es gibt ein richtig gutes Portrait, das Dan Winters von Tom Hanks gemacht hat. Leider darf ich dieses urheberrechtlich geschützte Werk nach deutschem Recht nicht zeigen, weshalb ich auf eine andere Quelle verlinke, wo das Bild zu sehen ist! Jetzt hat Aaron Nace ein sehr interessantes Video gemacht, in der er das Licht analysiert, nachstellt und den Bildlook in Photoshop nachbaut. Ich finde immer, dass es eine tolle Übung ist, Fotos nachzustellen, die einem sehr gut gefallen. Das daraus gelernte kann man dann in zukünftigen Shootings sehr gut einsetzen!

380 Dan Winters from Phlearn on Vimeo.

Bildvorstellung “fire in the hole”

Heute möchte ich euch ein Bild vorstellen, das letzte Woche gemeinsam mit einigen Mitglieder der FotoAG entstanden ist. Es ist mal wieder ein Lightpainting und nachdem ich es hochgeladen habe, wurde ich mehrfach gefragt, wie denn dieses Feuer entstanden ist. Damit ich einfach diesen Link hier rumschicken kann, schreibe ich diesen Artikel ;)

“fire in the hole” (Klick macht groß)

Vorbereitungen/Einstellungen

Wie für jedes Lightpainting braucht man ein stabiles Stativ und im Idealfall einen Fernauslöser, damit die Kamera beim Auslösen nicht verwackelt. Das Bild hier hat keine allzu lange Belichtungszeit, sondern ist bei 2 Sekunden entstanden, sonst waren es einfach zu viele Funken auf dem Bild. Sonstige Einstellungen waren ISO100 und Blende 14. Der Fokus sollte beim Lightpainting immer manuell eingestellt werden und ich habe mir eine Markierung auf dem Boden gesucht, damit ich das nicht für jeden Versuch neu machen muss.

Funken erzeugen

Die sprühenden Funken werden durch glühende Stahlwolle erzeugt. Stahlwolle gibt es in jedem Baumarkt und wird eigentlich zum Schmirgeln von Holz und anderen Oberflächen verwendet. Wichtig ist hier, dass man “mittel-feine” Stahlwolle kauft, weil die Fäden sonst zu dick sind, um sich entzünden zu lassen oder so dünn, dass der Spaß sehr schnell vorbei ist. Die Stärke der Stahlwolle wird von 000, 00, …, 5 angegeben und ich benutze die Stärke 0 von der Firma RAKSO und die hat mich im Baumarkt mal wenige Euro gekostet.

Von dieser Stahlwolle reiße ich ein wenig ab und spieße das mehrmals auf ein Stück Draht, mit dem man eigentlich Blumen fixiert, den ich meinen Eltern aus dem Keller geklaut habe. Diesen Draht kann man nach dem Entzünden einfach im Kreis drehen und die Funken fliegen. Die genaue Dosierung erfordert ein bisschen Übung, probiert das einfach mal aus, so eine Packung Stahlwolle ist ja nicht teuer und hält sehr lange.

Anzünden mit einem Feuerzeug kann schnell zum Verbrennen der Finger führen, deshalb empfehle ich eine 9 Volt Blockbatterie. Wenn man die an die Stahlwolle hält, entsteht ein Kurzschluss und die Stahlwolle entzündet sich. Das ist sehr viel einfacher.

Sicherheit

Ihr habt vor, mit glühendem Metall um euch zu werfen, da muss man ein paar Dinge beachten:

  • Achtet darauf, dass kein brennbares Material in der Nähe liegt (trockenes Gras, Laub, …)
  • Tragt lange Kleidung und vor allem eine Kapuze. Sobald ihr das Zeug in die Haare kriegt, fangen die an zu schmoren!
  • Haltet Abstand zu eurer Kamera, die Eisenspäne brennen sich in die Beschichtung eurer Frontlinse.

Man könnte diese Liste sehr lang fortführen, aber ich traue euch einfach genug gesunden Menschenverstand zu, hiermit keine Großbrände zu legen. Lediglich möchte ich noch sagen, dass ihr je nach Location eine Erlaubnis dafür braucht, so etwas zu machen. Also fragt vorher nach, dann kriegt ihr auch keinen Ärger.

Kein Doppelkinn mehr bei Portraits

In diesem Video erklärt Peter Hurley, wie man den Ausdruck in einem Portrait mit einigen wenigen Anweisungen sehr stark verändern kann. Einer sehr ausführliche Anleitung zu Vermeidung von Doppelkinnen bei Portrait, die ich sehr sehenswert finde.

It’s all about the Jaw from Peter Hurley on Vimeo.

DIY: “Dia-Scanner”

Wenn man Negative digitalisieren will, ist der erste Gedanke die Anschaffung eines Diascanners. Dort gibt es viele Möglichkeiten, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht benutzen will oder kann.

  • Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz
    Gute Qualität, aber nicht ganz billig und vor allem habe ich hier keinen Platz dafür. Außerdem dauert der Scan ziemlich lange
  • Günstige Diascanner
    Bestehen aus einer kleinen Kamera, die von oben die durchleuchteten Negative abfotografiert. Das geht schön schnell, aber dank der winzigen Kamera produzieren diese Scanner recht schlechte Qualität
  • Professionelle Diascanner
    Beste Bildqualität, allerdings auch >2 Minuten pro Bild und vor allem preislich für mich völlig uninteressant (Für alle aus Göttingen: Im LRC der SUB (Staats- und Universitätsbibliothek kann man einen Nikon Coolscan 9000 benutzen).

Am liebsten hätte ich also einen dieser günstigen Diascanner mit Kamera, weil es schnell geht. Nur eben mit guter Qualität. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Benötigtes Equipment

Meine Lösung basiert darauf, dass ein Blitz die Negative von hinten ausleuchtet, ihr benötigt also einen Aufsteckblitz und um der Einfachheit Willen noch einen Funkauslöser. Außerdem braucht ihr noch eine digitale Kamera, einen Karton (z.B. ein Schuhkarton), ein Blatt weißes Papier, ein Stück Pappe und wie so oft ein wenig Tape. Weil ich gerne einen professionellen Diascanner haben wollte, habe ich den Karton eines Diascanners benutzt ;)

 

Bauanleitung

  1. Nehmt den Karton und schneidet im hinteren Drittel des Deckels ein Loch, das gerade groß genug ist, dass der Kopf des Blitzes hindurch passt. Je größer das Loch, desto mehr Licht geht euch verloren.
  2. Schneidet ein Loch in die Front, das größer ist, als das größte Negativformat, dass ihr scannen wollt.
  3. Schneidet ein Stück Pappe, das etwas größer ist, als das Loch in der Front und schneidet ein Loch mittig in diese Pappe, die etwas größer ist als das Negativ.
  4. Klebt die Pappe mit zwei Streifen Tape vor das Loch in der Front.
  5. Schneidet aus dem Blatt Papier zwei Streifen, die so hoch sind wie der Karton und klebt diese mit Tape leicht gebogen in das innere des Kartons.

Damit ist der Bau auch schon abgeschlossen.

Benutzung

Die Negative könnt ihr jetzt einfach hinter die Pappe stecken und so ausrichten, dass ein Bild direkt hinter der Öffnung zu sehen ist. Den Blitz mit dem Fernauslöser legt ihr auf den Deckel und stellt ihn auf volle Leistung. Die Kamera auf ein Stativ davor und fotografiert das von hinten beleuchtete Negativ einfach ab. Die Ausleuchtung ist durch die zwei Stück Papier im inneren schön gleichmäßig und eure Kamera macht sicherlich bessere Fotos als die Kamera in diesen billigen Diascannern.

Invertieren der Bilder

Die Software der Diascanner invertiert die Bilder von den Negativen automatisch, diesen Schritt müsst ihr noch selbst durchführen. Hierfür könnt ihr das Bild beispielsweise in Fotoshop öffnen und mit Hilfe der Tastenkombination STRG+I invertieren. Danach müsst ihr noch eine eventuelle Farbmaske des Filmmaterials entfernen, aber dazu schreibe ich in den nächsten Tagen einen eigenen Blogpost. Es geht sogar mit einem Lightroom Preset, was sehr praktisch bei größeren Mengen ist.

Fazit

Ich habe mit einem Kostenaufwand von ein paar Streifen Tape und etwas Altpapier einen “Diascanner” gebaut, der auf dem gleichen Prinzip basiert wie diese Drogerie-Scanner, nur dass ich als Kamera keine Handykamera benutze, sondern eine DSLR mit einem sauscharfen Makroobjektiv. Die Bildqualität gewinnt dadurch auf jeden Fall und ich kann damit beliebige Formate digitalisieren (Mittelformat!).

Hier noch ein erstes Tesbild (Ines: Ich hoffe, du hast nichts dagegen ;) )

Charakterportrait mit dem Hochpassfilter

Nachdem ich jetzt schon mehrfach versprochen hatte, zu erklären wie mein Selbstportrait bearbeitet wurde, möchte ich das jetzt auch endlich mal tun. Zu diesem Zweck habe ich ein Video gemacht, das zeigt, wie ich das Bild in Photoshop bearbeite. Das Original ist natürlich etwas feinfühliger maskiert und so, aber an der grundlegenden Bearbeitung ändert das ja nichts.

Sorry für den schlechten Ton, das ist nur das interne Mikro des Laptops. Aber in absehbarer Zeit werde ich kein anderes haben und wollte das Video langsam endlich mal machen ;)

Hier noch eine kurze Liste der Bearbeitungsschritte, ich finde es manchmal etwas anstrengend, Videotutorials nachzumachen.

  1. Hintergrundebene mit STRG+J kopieren
  2. Anlegen einer Schwarz-Weiß Einstellungsebene, dabei die Rottöne auf -40
  3. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 30 anweden
  4. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haut und Haare/Bart anwenden
  5. STRG+ALT+SHIFT+E, dann Hochpass-Filter mit Radius 70 anweden
  6. Diese Ebene in den Modus “Weiches Licht” setzen und in einer Ebenmaske nur auf Haare/Bart anwenden
  7. Mit gedrückter ALT-Taste auf “Neue Ebene” klicken und Ebene mit neutraler Farbe füllen.
  8. Auf dieser Ebene mit geringer Deckkraft (10-15%) Bereiche aufhellen/abdunkeln
  9. Einstellungsebene Farbbalance anlegen, Rot +30 und Geld -30
  10. Zum Schluss noch einmal STRG+ALT+SHIFT+E, Filter “Unscharf maskieren” mit Stärke 150% und Radius 0,3 Pixel

Über alle Anmerkungen würde ich mich sehr freuen, das ist für mich etwas neues und ich müsste mich damit erstmal etwas mehr beschäftigen, um eine bessere Qualität hinzubekommen. Woher die schlechte Videoqualität kommt, kann ich zum Beispiel tatsächlich gerade nicht erklären.

Tiere im Studio

Man sollte meinen, dass kein Unterschied darin besteht, ob man Menschen oder Tiere im Studio fotografiert. Das ist auch grundsätzlich nicht ganz verkehrt, allerdings nur, was die Technik, also Kamera und Licht angeht. Der Umgang mit dem Modell ist ja nun auch nicht ganz unwichtig, und Tiere verstehen einfach nicht, warum sie sich denn jetzt auf diese Pappe setzen sollen. Deshalb möchte ich erstmal ein paar Tipps zum Umgang mit Tieren bei Shootings geben und danach noch ein einfaches Lichtsetup vorstellen, das bei Tieren gut funktioniert.

Tiere haben einen großen Bewegungsdrang

Ich habe in letzter Zeit vermehrt Hunde fotografiert und die neigen dazu, überall mal gucken zu wollen. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie sich in einer für sie fremden Umgebung aufhalten. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, das Shooting an einem Ort durchzuführen, den das Tier kennt. Sollte dies nicht möglich sein, dann braucht das Tier etwas Zeit, um sich alles anzugucken. Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn das Tier vorher nochmal ausgiebig toben durfte, müde Tiere bleiben länger an einem Ort liegen.

Tiere sind verfressen

Zumindest die meisten Tiere machen fast alles für Futter. Das ist manchmal etwas anstrengend im Alltag, für ein Fotoshooting allerdings mehr als nützlich. Ein Leckerli unter die Kamera gehalten, schon guckt das Tier in die Kamera. ;)

Vorsicht mit Blitzlicht

Viele Tiere haben empfindliche Augen und können durch Blitzlicht verletzt werden. Informiert euch da vorher, Nagetiere sind beispielsweise recht empfindlich, insbesondere Albinos. Die Gesundheit des Tieres geht immer vor!

Einfache Lichtsetups

Das Lichtsetup sollte nicht zu kompliziert werden, weil die Tiere sich immer ein wenig bewegen. Von daher sollte das Setup dem Tier einen gewissen Bewegungsradius einräumen, damit man möglichst stressfrei fotografieren kann. Hier folgen zwei Beispiele.

Eine Softbox von der Seite + ein Reflektor

Eine Softbox vorne links

Bei den Ergebnissen vor weißem Hintergrund ist der Hintergrund im Nachhinein bearbeitet worden, weil in dem Raum nicht genug Platz war, um den Hintergrund auszuleuchten. Nur um vorzubeugen, dass ihr meckert, dass das Setup gelogen sei ;)

Zum Schluss noch ein schönes Video, in dem Alexander Heinrichs Tipps zur Tierfotografie gibt und ein paar sehr schöne Ergebnisse erzählt.

Tiere im Studio from Alexander Heinrichs on Vimeo.

Selbstportrait

Ich habe mir in letzter Zeit recht viel Kram für ein Heimstudio gekauft und wollte das natürlich ausprobieren. Jetzt hat man so selten Models da und deshalb musste ich wohl oder übel selbst herhalten. Gerade habe ich mal eins davon nachbearbeitet und möchte euch kurz zeigen, wie ich dabei vorgegangen bin. Zuerst das Originalbild:

Dazu stand die Kamera frontal vor mir auf einem Stativ und ich habe sie mit dem Selbstauslöser ausgelöst. Ich habe auf einem Stuhl gesessen, um einen festen Ort zu haben auf den ich vorher den Fokus manuell einstellen konnte. Leicht links von der Kamera stand ein Blitz mit Softbox und ich hatte einen weißen Reflektor auf den Knien liegen.

Nach etwas Arbeit in Photoshop sieht das Ergebnis davon wie folgt aus. Vielleicht mache ich demnächst mal ein Videotutorial dazu. Bei Interesse einfach in den Kommentaren melden…

EDIT: Das Video ist online.

Wassertropfen fotografieren

Ich habe schon mehrmals Wassertropfen fotografiert und möchte hier ein paar Erfahrungen mit euch teilen. Zuerst mal ein sehr gutes Video, dass mich vor gut einem Jahr dazu gebracht hat, mit Wasser zu experimentieren.

Das Video beschreibt sehr schön, wie man schnell zu guten Ergebnissen gelangen kann, aber ich denke, an einigen Stellen sind ein paar zusätzliche Tipps/Erklärungen hilfreich.

Hier habe ich mich einfach an das Videotutorial gehalten und ein Stück orangefarbene Pappe als Reflektor benutzt

Objektivwahl

Ich habe die meisten dieser Bilder mit einem Tamron 18-200mm gemacht, weil es zu dieser Zeit das Objektiv mit der kürzesten Naheinstellgrenze war. Mittlerweile benutze ich dafür ein Tokina 100mm Makroobjektiv, das nebenbei bemerkt großartig ist. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass man die Kamera nicht zu nah am Wasser positioniert, weil Wasser eben spritzt. Daher benötigt man eine Brennweite im Telebereich und die Optik sollte eine relativ kurze Naheinstellgrenze haben, damit man den Tropfen fokussieren kann.

Tropfen erzeugen

Die Methode mit dem Loch im Beutel aus dem Video funktioniert zwar ganz gut, ist aber sehr wenig flexibel. Ich habe mir für diesen Zweck von einer befreundeten Krankenpflegerin so einen Sondenbeutel mitbringen lassen, mit dem Leute Nahrung in ihre Magensonden bekommen. Dieses Teil hat den Vorteil, dass man zum einen den Durchfluss regeln kann und auch die Tropfengröße variieren kann. Bilder von diesem Teil reiche ich noch nach, damit ihr wisst, wovon ich rede.

Trübes Wasser

Ich habe meist das Problem, dass ich kein geeignetes Gefäß dafür habe und man eine Struktur am Boden sieht. Da ist eine einfache Methode, einfach das Wasser trübe zu machen. Dazu mische ich das Wass einfach mit Milch und schon sieht man den Bode nicht mehr.

Alternatives Setup

Ich habe gestern einen neuen Versuch gestartet und das ganze nochmal mit meiner Softbox getestet und finde auch auch das Licht wirkt recht schön. Dazu habe ich die Softbox links von dem Wassergefäß aufgebaut und rechts ein Stück Styropor als Reflektor aufgestellt. Die Farbe ist in dem Fall im Photoshop entstanden, aber wäre auch mit farbiger Folie vor dem Blitz möglich gewesen.

Studioblitze vs Aufsteckblitze

Ich habe das ganze auch mal mit einem recht ähnlichem Aufbau mal mit Studioblitzen probiert und war davon nicht so begeistert. Die Regenerationszeit der Blitze ist einfach recht hoch, so dass man ein sehr gutes Zeitgefühl für das Auftreffen des Tropfens braucht, weil man keine Reihenaufnahmen machen kann. Mit Aufsteckblitzen sind bei reduzierter Leistung sehr schön Reihenaufnahmen möglich, was ich als wirklichen Vorteil empfinde. Außerdem hat man hier die Möglichkeit mit einem TTL-Kabel auch die Highspeed-Synchronisation auszunutzen, womit man die Belichtungszeit noch deutlich kürzer einstellen kann. Das habe ich allerdings in Ermangelung eines solchen Kabels nie ausprobiert.

Zum Abschluss bleibt mir dann nicht viel mehr, als euch viel Spaß beim ausprobieren zu wünschen! ;)

Fotografieren von Kindergruppen

Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter davon, Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Martin Gommel von kwerfeldein.de hat da vor längerem mal viel wahres drüber geschrieben, aber ich stand neulich vor einer Situation, in der ich keine Chance sah, Kinder wirklich natürlich abzulichten. Meine Schwester ist Inhaberin einer Kinderbetreuung und fragte mich, ob ich nicht Bilder von den Kindern machen könnte, die die Eltern dann an die Verwandten verschenken können. 16 Kinder fotografiert man nicht mal eben in natürlicher Umgebung und man kriegt auch nicht die Eltern zusammen, weil die Kinder meist in der Betreuung sind, weil die Eltern zu der Zeit arbeiten müssen. Daher habe ich versucht, mit einem Studiosetup so wenig Kitsch wie möglich zu produzieren, auch wenn ich mir etwas Lightpainting nicht verkneifen konnte ;)

Das größte Problem, das ich in dem zum Studio umgebauten Spielzimmer hatte, war die Tatsache, dass die meisten Kinder mich nicht kannten. Gemischt mit der ungewohnten, bzw. veränderten Umgebung führte das dazu, dass sie relativ eingeschüchtert waren. Es hat dann aber recht gut geholfen, sie mit ihren gewohnten Spielsachen zu beschäftigen, besonders gut funktioniert haben im nachhinein die Seifenblasen. Kinder finden sie toll und sie haben den schönen Nebeneffekt, dass sie auf Fotos auch noch schön aussehen. Ansonsten gibts es eigentlich nur eine wichtige Sache zu beachten, ihr müsst euch konsequent zum Affen machen! Ich war nach 4 Stunden fotografieren vom ständigen Kinder bespaßen völlig fertig, aber dafür hatte ich das gute Gefühl, das jedes Kind zumindest kurzzeitig mal gelächelt hat…

Außerdem ist es eine große Hilfe, wenn eine Person dabei ist, die die Kinder kennen, was hier meine Schwester, also die Erzieherin war. Hier nochmal “Danke Tina”, ohne dich wären die Ergebnisse weniger schön geworden.

Überblick über HDR-Software

Heute gibts einen knappen Überblick über HDR-Software. Dazu möchte ich gleich zu Beginn sagen, dass diese Liste sicherlich nicht vollständig ist, sondern lediglich die Software umfasst, die ich kenne und schonmal getestet habe. Wenn es da Ergänzungen gibt, dann schreibt es einfach in die Kommentare.

Photomatix Pro

Mein persönliches Lieblingsprogramm ist Photomatix Pro. Es ist unglaublich vielseitig, verfügt über Optionen zur automatischen Ausrichtung  und ist einfach zu bedienen. Es gibt zwei unterschiedliche Methoden zum Tonemapping von HDR-Bilder, den “Detail Enhancer” und den “Tone Compressor”. Während der “Detail Enhancer” einen eher kunstvoll und malerisch angehauchten Look produziert, erzeugt der “Tone Compressor” eher fotorealistische Bilder. Eine Testversion gibts hier. Diese ist zeitlich unbegrenzt nutzbar, versieht die Ausgabedatei aber mit einem Wasserzeichen.

Nik HDR Efex Pro

Sehr neue Software, die ich noch nicht wirklich viel getestet habe, aber es sieht so aus, als hätte Nik Software seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und ein Programm rausgebracht, dass sehr übersichtlich, intuitiv zu benutzen und komfortabel ist. Es bringt sehr schöne Voreinstellungen mit, die man dann anpassen kann. Hier gibts eine 15-Tage-Testversion.

Adobe Photoshop

Der Alleskönner in Sachen Bildbearbeitung kann auch HDR, wie hätte es auch anders sein können. Die Funktionialität ist recht gut, es gibt eine vergleichsweise gute Entfernung von Geisterbildern und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Außerdem ist es nett, wenn man seine Bilder sowieso mit Photoshop nachbearbeitet, weil man sich dann nicht in ein neues Tool einarbeiten muss. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Vorschaubild im HDR-Modul nicht annähernd so aussieht wie das Bild, was am Ende in Photoshop wirklich ankommt. Das kann aber durchaus auch an einer Fehlbenutzung meinerseits liegen. Eine 30-Tage-Testversion gibts hier.

LuminanceHDR

Die erste Software, die ich vor längerem ausprobiert habe, weil es sie auch unter Linux gibt. Dort heißt sie in der Regel qtpfsgui. Luminance ist Opensource Software und damit kostenlos zu benutzen. Sie bietet eine Vielzahl an verschiedenen Algorithmen zum Tonemapping und ich kann nur sagen: Probiert euch da mal durch, es gibt viele interessante Effekte. Einen Nachteil möchte ich aber auf keinen Fall vorenthalten: Es gibt keine Vorschaufunktion, deshalb ist es recht mühselig auszuprobieren. Hier gehts zum Download.