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DIY: Beautydish für Aufsteckblitze

 

Heute gehts mal um einen etwas aufwändigeren DIY Lichtformer: Einen Beautydish für Aufsteckblitze. Und er ist nicht nur aufwändig zu bauen, sondern auch recht kostspielig, wenn man nicht zufällig schon eine passende Softbox für Aufsteckblitze hat. Aber von Anfang an…

Benötigte Materialien/Werkzeuge

  • Eine Schüssel aus Metall (gibt es zum Beispiel bei IKEA recht günstig)
  • Eine runde Metallplatte für den Innenreflektor
  • Einen Dremel oder eine kleine Flex, um in die Rückseite ein Loch für den Blitz zu schneiden
  • Eine Bohrmaschine und einen Metallbohrer, um den Innenreflektor und die Blitzhalterung anzubringen
  • 4 Gewindestangen
  • 16 Muttern, 4 Flügelschrauben
  • weiße und schwarze Sprühdosen
  • eine Halterung für einen Aufsteckblitz (z.B. von einer Delamax Easy Folder Softbox)

Die Anleitung ist nicht auf meinen Mist gewachsen, deshalb möchte ich euch auch hier wieder nur die Original-Anleitung zeigen und ein wenig zu meiner Umsetzung erzählen.

The Chinatown Special: The Best DIY Beauty Dish from The Browyoungs on Vimeo.

Wie oben schon angedeutet habe ich als Grundlage eine Rührschüssel aus dem IKEA benutzt. Das Loch in die Rückseite habe ich mit einem Dremel und einer Diamantscheibe mit ziemlich viel Geduld und Lärm in die Schüssel geschnitten. Als Innenreflektor habe ich den Deckel der Keksdose benutzt, die ich während der Arbeit gegessen habe. Die oben genannte Delamax Easy Folder Softbox hatte ich sowieso, so dass da keine weiteren Kosten entstanden sind.

Hier die Bilder des fertigen Dishes, der wie man sieht, schon recht viel durch die Gegend geschleppt wurde ;)

DIY: Wandhalterung für Hintergründe

Ich habe bereits seit längerem ein mobiles Hintergrundsystem, das aus zwei Stativen und einer Querstange besteht (vergleichbar hiermit). Damit kann man überall einen Stoff oder eine Papier-/Kunststoffrolle als Hintergrund benutzen. Das ist sehr praktisch, allerdings braucht das auch relativ viel Platz. Deshalb wollte ich gern die Hintergründe an der Wand montieren, weil hier die Bodenfläche doch sehr überschaubar ist. Auf der Suche nach einer Wandhalterung habe ich sehr viele schöne Systeme gefunden, um Papierrollen an der Wand zu befestigen, z.B. bei foto-morgen.de. Das System ist sehr komfortabel, weil man über den Expander den Hintergrund auf- und abrollen kann.

Aber leider könnte ich da meine Stoffhintergründe nicht befestigen, ohne irgendwie zu basteln. Und wenn ich mir sowieso wieder eine Notlösung einfallen lassen muss, kann ich auch gleich zu Beginn mal in den Baumarkt fahren. Dort habe ich mir dann zwei Alu-Wandhalterungen gekaufen, die freundlicherweise schon passende Bohrungen hatten. Dazu brauche ich dann nur noch zwei Schrauben, zwei Unterlegscheiben und zwei Muttern. Die beiden Haken haben unter 10 Euro gekostet und der Rest sind Cent-Artikel. Die Querstange meines mobilen Hintergrundsystems kann ich nun einfach auf die Schrauben stecken und sowohl Papierhintergründe als auch Stoffe daran befestigen. Zur Befestigung benutze ich einfach Leimzwingen, die es ebenso für sehr wenig Geld im Baumarkt gibt.

Zur Veranschaulichung nun noch ein paar Bilder davon:

Jetzt muss ich den Hintergrund nicht mehr ständig wegräumen und ich habe außerdem ein wenig mehr Platz. Und hier zählt tatsächlich jeder Centimenter!

DIY: Snoot, Flag und Bouncer für Aufsteckblitze in einem

Schön länger gibt es den Rogue Flashbender, ein sehr praktisches Teil, um das Licht des Aufsteckblitzes zu steuern. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig:

  • Als Flag, um einen Bereich vor dem Licht des Blitzes abschirmen
  • Als Reflektor, um das Licht des Blitzes weicher zu machen
  • Als Snoot, um nur einen kleinen Bereich auszuleuchten

Außerdem ist das Teil auch noch schön kompakt und passt prima in den Rucksack, um es immer dabei zu haben. Deshalb wollte ich es gern haben. Wie immer habe ich versucht, ein wenig Geld zu sparen und deshalb nach einer DIY Anleitung gesucht und auch eine gefunden:

DIY Flashbender auf DIYPhotography.net

Im wesentlichen habe ich mich auch nach dieser Anleitung gerichtet, möchte aber noch kurz erzählen, was für Materialien ich verwendet habe.

  1. Drahtgitter aus einem Hobbymarkt (Modellbauabteilung) (<10 EUR für 2 m^2)
  2. Klettband (4EUR)
  3. zu kleines schwarzes T-Shirt
  4. weiße Stofftasche
  5. schwarzen Tonkarton

Den schwarzen Tonkarton habe ich in die Mitte zwischen die beiden Stofflagen gelegt, weil der Stoff sonst zu dünn war und noch Licht durchgelassen hat. Das sieht man dem ersten Bild sehr gut. Mit der Pappe passiert das nicht mehr.

Ich habe mir davon gleich mal zwei Stück gebastelt und werde sie wohl am meisten als Flags benutzen, wenn ich Hintergrund ausleucht. Aber auch das Snoot kann ich öfter gebrauchen, weil die DIY Grid-Snoots durch die Pappe etwas empfindlich für den dauerhaften Transport im Rucksack sind.

DIY: “Dia-Scanner”

Wenn man Negative digitalisieren will, ist der erste Gedanke die Anschaffung eines Diascanners. Dort gibt es viele Möglichkeiten, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht benutzen will oder kann.

  • Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz
    Gute Qualität, aber nicht ganz billig und vor allem habe ich hier keinen Platz dafür. Außerdem dauert der Scan ziemlich lange
  • Günstige Diascanner
    Bestehen aus einer kleinen Kamera, die von oben die durchleuchteten Negative abfotografiert. Das geht schön schnell, aber dank der winzigen Kamera produzieren diese Scanner recht schlechte Qualität
  • Professionelle Diascanner
    Beste Bildqualität, allerdings auch >2 Minuten pro Bild und vor allem preislich für mich völlig uninteressant (Für alle aus Göttingen: Im LRC der SUB (Staats- und Universitätsbibliothek kann man einen Nikon Coolscan 9000 benutzen).

Am liebsten hätte ich also einen dieser günstigen Diascanner mit Kamera, weil es schnell geht. Nur eben mit guter Qualität. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Benötigtes Equipment

Meine Lösung basiert darauf, dass ein Blitz die Negative von hinten ausleuchtet, ihr benötigt also einen Aufsteckblitz und um der Einfachheit Willen noch einen Funkauslöser. Außerdem braucht ihr noch eine digitale Kamera, einen Karton (z.B. ein Schuhkarton), ein Blatt weißes Papier, ein Stück Pappe und wie so oft ein wenig Tape. Weil ich gerne einen professionellen Diascanner haben wollte, habe ich den Karton eines Diascanners benutzt ;)

 

Bauanleitung

  1. Nehmt den Karton und schneidet im hinteren Drittel des Deckels ein Loch, das gerade groß genug ist, dass der Kopf des Blitzes hindurch passt. Je größer das Loch, desto mehr Licht geht euch verloren.
  2. Schneidet ein Loch in die Front, das größer ist, als das größte Negativformat, dass ihr scannen wollt.
  3. Schneidet ein Stück Pappe, das etwas größer ist, als das Loch in der Front und schneidet ein Loch mittig in diese Pappe, die etwas größer ist als das Negativ.
  4. Klebt die Pappe mit zwei Streifen Tape vor das Loch in der Front.
  5. Schneidet aus dem Blatt Papier zwei Streifen, die so hoch sind wie der Karton und klebt diese mit Tape leicht gebogen in das innere des Kartons.

Damit ist der Bau auch schon abgeschlossen.

Benutzung

Die Negative könnt ihr jetzt einfach hinter die Pappe stecken und so ausrichten, dass ein Bild direkt hinter der Öffnung zu sehen ist. Den Blitz mit dem Fernauslöser legt ihr auf den Deckel und stellt ihn auf volle Leistung. Die Kamera auf ein Stativ davor und fotografiert das von hinten beleuchtete Negativ einfach ab. Die Ausleuchtung ist durch die zwei Stück Papier im inneren schön gleichmäßig und eure Kamera macht sicherlich bessere Fotos als die Kamera in diesen billigen Diascannern.

Invertieren der Bilder

Die Software der Diascanner invertiert die Bilder von den Negativen automatisch, diesen Schritt müsst ihr noch selbst durchführen. Hierfür könnt ihr das Bild beispielsweise in Fotoshop öffnen und mit Hilfe der Tastenkombination STRG+I invertieren. Danach müsst ihr noch eine eventuelle Farbmaske des Filmmaterials entfernen, aber dazu schreibe ich in den nächsten Tagen einen eigenen Blogpost. Es geht sogar mit einem Lightroom Preset, was sehr praktisch bei größeren Mengen ist.

Fazit

Ich habe mit einem Kostenaufwand von ein paar Streifen Tape und etwas Altpapier einen “Diascanner” gebaut, der auf dem gleichen Prinzip basiert wie diese Drogerie-Scanner, nur dass ich als Kamera keine Handykamera benutze, sondern eine DSLR mit einem sauscharfen Makroobjektiv. Die Bildqualität gewinnt dadurch auf jeden Fall und ich kann damit beliebige Formate digitalisieren (Mittelformat!).

Hier noch ein erstes Tesbild (Ines: Ich hoffe, du hast nichts dagegen ;) )

DIY: Softbox Grid

Wie ich auf Twitter schon erwähnt hatte, habe ich gestern nachmittag ein Grid für meine Softbox gebaut. Es ist noch nicht ganz fertig, aber ich möchte es euch dennoch schonmal zeigen.

Wofür braucht man ein Grid?

Ein Grid beschränkt die Streuung zur Seite sehr stark. Meine Softbox ist 80×80 cm groß und der Raum, in dem ich meistens fotografiere, ist sehr klein. Daher habe ich häufig ein Problem mit Streulicht, das von den Wänden reflektiert wird. Durch das Grid wird dieses Streulicht minimiert und ich bekomme mehr Kontrolle über das Licht.

Wie wird das Grid gebaut?

Das schöne an dem Grid ist, dass es komplett aus Tape gebaut wird. Ich habe ein Rolle schwarzes Tape, 50mm breit und 50m lang gekauft, und das ist völlig ausreichend. Man kann dabei getrost preiswerte Marken kaufen, weil immer die beiden klebenden Seiten aufeinander geklebt werden. Daher reicht auch die Haftkraft von Billigprodukten vollkommen aus. Im Ideall findet ihr welches, das matt ist.

Ich möchte hier noch darauf hinweisen, dass die Idee nicht von mir kommt, sondern von dem Flickr Nutzer cuki_gamulea. Er hat auch eine sehr schön bebilderte Anleitung dafür erstellt, auf die ich hier nur verweisen möchte.

DIY Gaffer Tape Softbox Grid

Wenn ihr auf das Bild klickt, dann landet ihr bei der Beschreibung, allerdings möchte ich sie hier nochmal ins deutsche übersetzen und ein wenig ergänzen:

  1. Entscheidet euch für eine Gitterbreite. Dabei müsst ihr überlegen, wie starkt ihr das Licht beschränken wollt und wie viel Arbeitszeit ihr investieren wollt. Weil mehr Zellen führt zu mehr Aufwand ;) Meine Softbox ist 80×80 cm groß, und ich habe mich für Zellen mit einer Kantenlänge von 8cm entschieden,  so dass ein 10×10 Gitter entsteht.
  2. Schneidet euch eine Vorlage aus Pappe, die doppelt so lang ist, wie eure Kantenlänge, in meinem Fall also 16cm.
  3. Wickelt das Tape mit der nicht klebenden Seite um die Vorlage und verklebt es.
  4. Als Unterlage habe ich einen langen Streifen Tape auf meinen Schreibtisch gelegt, daruf klebt ihr nun eure erste Zelle.
  5. Die nächste Zelle wird genauso erzeugt und ihr legt sie mit einem Versatz von eurer Kantenlänge auf die erste Zelle (hier also 8cm)
  6. Schritt 3-5 wiederholt ihr nun 10 mal und dann habt ihr die erste Reihe fertig.
  7. Nun wiederholt ihr Schritt 3-6 10 mal, wobei ihr die erste Zelle einer Reihe immer um eure Kantenlänge nach links oder rechts versetzt ansetzt (einmal für links oder rechts entschieden, müsst ihr eurer Entscheidung treu bleiben ;) ).
  8. Fast fertig, ihr habt nun 10×10 Zellen miteinander verklebt und müsst nur noch die Ränger mit Tape verkleben.
  9. Jetzt fehlt nur noch die Befestigung. Ich habe dafür Klettband gekauft, es aber leider am Wochenende bei meiner Freundin vergessen. Deshalb musste jetzt erstmal provisorisch etwas Kreppband herhalten. Da es oben aber nur an wenigen Stellen befestigt ist, hängt das Grid momentan leider etwas durch. Daher würde ich empfehlen, zumindest an der Oberseite über die gesamte Länge Klettband zu benutzen.

Noch ein paar Tipps:

  • Auch wenn sich Tape sehr schön zerreißen lässt, ist eine Schere sehr nützlich, weil dadurch die Gefahr des Verklebens reduziert wird.
  • Sollte euch die Neugier packen und ihr wollt das Grid schonmal entfalten, seid sehr vorsichtig. Wenn die Klebeseiten des Tapes einmal aneinander kleben heißt es “Nochmal von vorn beginnen”.

Nun noch ein paar Bilder meiner fertigen Softbox (Klick macht groß). Die Bilder sind nur auf die Schnelle gemacht und in erster Linie soll man den Unterschied sehen, wie stark der Unterschied beim Streulicht an der Wand ist. Die Kameraeinstellungen sind identisch (ISO200, F20, 1/200s) und auch der Blitz wurde nicht umgestellt.

Habt ihr noch Fragen dazu? Dann schreibt doch einfach einen Kommentar.

Update: Ein paar Bilder, nachdem ich ich das Kreppband durch Klettband ausgetauscht habe.

DIY Grid-Snoot

Was ist ein Grid-Snoot?

Ein Grid-Snoot ist ein Lichtformer, den man vor Blitze stecken kann, in diesem Fall vor Aufsteckblitze. Mit einem solchen Vorsatz bündelt sich das Licht und man kann den Blitz dann sehr schön als Effektlicht einsetzen. Man könnte sowas natürlich auch einfach kaufen, das wäre aber zum einen langweilig und zum anderen auch sehr viel teurer (hier ist ein Beispiel).

Durch den Snoot gebündeltes Licht

Materialien

Zum bauen des Snoots braucht man folgendes:

  • schwarze Strohhalme
  • etwas Pappe
  • Heißkleber
  • eine Schere
  • etwas Zeit (ungefähr eine halbe Stunde)

Basteln

Nun zum eigentlichen Bastelvorgang: Zuerst wird die Pappe zugeschnitten und zwar sollte der Streifen (2 * Breite des Blitzes) + (2 * Höhe des Blitzes) + 2cm lang sein. Die Breite ist abhängig von der Länge der Strohhalme. Ich habe zwei Snoots gebastelt, einmal mit 6cm und einmal mit 3cm langen Strohhalmen. Je länger die Strohhalme sind, desto stärker wird das Licht gebündelt. Um das ganze nachher auf den Blitz aufstecken zu können habe ich Länge der Strohalme + 3 cm als Breite gewählt. Danach faltet man die Pappe und beginnt die Strohhalme auf die richtige Länge zuzuschneiden und mit dem Heißkleber in Schichten auf die Pappe zu kleben. Zum Schluss noch die Seitenwände ankleben und oben entweder einen Streifen Klettband zum verschließen einkleben oder mit Heißkleber komplett zukleben.

Nun könnt ihr das ganze auf den Blitz aufstecken und schöne Lichteffekte setzen. Viel Spaß beim experimentieren und abwandeln!